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Weiterhin tolerante Politik gegenüber Besetzern
Aus Schweiz aktuell vom 01.11.2016.
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Zürich Schaffhausen «Wir behalten die Situation genau im Auge»

Auf dem Koch-Areal in Zürich ist es ruhiger geworden. Der Zürcher Stadtrat führt dies auf seine vor knapp einem Monat verfügten Regeln zurück. Die Gegner sind skeptisch. Sie glauben, die Ruhe sei vor allem den kühlen Temperaturen zu verdanken.

Seit dem 6. Oktober gelten auf dem Koch-Areal in Zürich neue Regeln für die Besetzerinnen und Besetzer. Sie müssen sich an die Lärmvorschriften halten und die Stadt vorgängig über Partys informieren. Es war die Reaktion des Stadtrates auf die zahlreichen Lärmklagen von Anwohnern. Nun zeigen diese Regeln offenbar Wirkung.

Audio
Kaum mehr Lärmklagen beim Koch-Areal (1.11.16)
02:30 min
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 30 Sekunden.

Hauptziel erreicht

«Die Lärmemissionen sind deutlich geringer geworden, wir haben eigentlich keine Lärmklagen mehr», sagte der neu zuständige Stadtrat Daniel Leupi (Grüne) an einer Medienkonferenz. Die Besetzer hätten auch, wie vom Stadtrat gefordert, eine Kontaktperson angegeben. «Das Hauptziel wurde also erreicht.» Von einem Partyverbot will der Stadtrat deshalb absehen. Vom Haken sind die Besetzer aber nicht, man behalte sie genau im Auge, sagte Leupi weiter.

Sind es die Regeln oder das Wetter?

Bürgerliche Parteien sind mit dem Erreichten nicht zufrieden. Ihrer Meinung nach gibt es nur weniger Lärm, weil es kühler geworden ist. «Auch die Hausbesetzerszene hat keine Lust, bei fünf Grad draussen eine Party zu feiern», sagt zum Beispiel Mauro Tuena, SVP-Nationalrat und Präsident der Stadtzürcher SVP. Wie die Situation wirklich sei, werde sich deshalb erst im nächsten Frühling zeigen.

Der lange Weg zum Baubeginn

Stadtrat Leupi gab auch den Fahrplan für das Koch-Areal bekannt. Die Stadt will auf dem Areal günstige Wohnungen, einen Kindergarten und ein Gewerbehaus bauen und einen Park anlegen. Eine Machbarkeitsstudie liege vor. Derzeit sucht die Stadt Genossenschaften, die auf dem Areal bauen wollen. Danach gibt es einen Architekturwettbewerb. Letztlich werde der Gemeinderat oder sogar das Volk über die Zukunft des Koch-Areals befinden. Dieser Prozess brauche Zeit, betonte Leupi.

Der Stadtrat geht davon aus, dass 2021 mit dem Bau begonnen werden kann. Der FDP dauert dies zu lange. Sie will mit einer Initiative dafür sorgen, dass die Stadt das Areal wieder verkauft und private Investoren die Pläne der Stadt dort realisieren.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Herr Selvä  (Liberal)
    Ich sag immer Leute haben diese Regierung welche sie verdient. Und weil das Züricher Volk so schlau war so links zu wählen, hat es nun den Salat. Vetternwirtschaft, Korruption, Unfähigkeit und Sonderrechte für Linke Gesetzesbrecher. 3 Jahre brauchte Wolf um zu erkennen, dass er Befangen ist. Wann wenn nicht bei den eigenen Kindern soll dieser Artikel der Befangenheit sonst gelten. Das ist so absurd, dass man darüber lachen und weinen möchte.
  • Kommentar von Edi Steinlin  (stoni)
    Das kommt supergut, der alternative Wolff gibt das heikle Dossier seinem linksgrünen Kollegen Leupi weiter und der stellt als erstes fest, die Politik betreffend Hausbesetzungen wird in Zürich nicht geändert. Dies obwohl diese Hausbesetzer machen was sie wollen und sich in ihrem rechtsfreien Raum fast alles erlauben. Da werden Drogen konsumiert und angebaut, die Regeln der Kehrichtabfuhr missachtet, Partys gemacht, Alkohol verkauft und ausgeschenkt, dafür keine Steuern bezahlt usw.
  • Kommentar von E. Waeden  (E. W.)
    Ruhiger geworden ist es eher nicht, weil es schärfere Regeln für die Besetzer gibt, sondern ziemlich sicher, weil es kälter geworden ist.