«Wir haben von Zürich her den Kurs der SVP bestimmt»

Der Rückzug von Christoph Blocher aus der Parteiarbeit ist auch für seine eigene Partei eine Überraschung. Den Entscheid fällte der Doyen der SVP aber schon vor einem Jahr, wie er im Interview mit dem «Regionaljournal» sagt. Seine Kraft will er nun für Volksabstimmungen einsetzen.

Ob Zürcher, Basler oder Berner: Alle Flügel der Schweizerischen Volkspartei seien mittlerweile auf der gleichen Linie. Es sei deshalb egal, wer die SVP präsidiere, sagt Christoph Blocher im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Er hatte die Führung der SVP des Kantons Zürich in einer Krisenzeit in den 70er Jahren übernommen: «Von Zürich her haben wir den ganzen Kurs der SVP bestimmt.» Inzwischen aber ticke die gesamte Parteibasis gleich und die Partei habe eine unglaubliche Geschlossenheit. Deshalb brauche es ihn nicht mehr so sehr.

Er bleibt ein Animal Politique

Christoph Blocher wäre aber nicht Christoph Blocher, wenn er sich ganz aus der Politik zurückziehen würde. Er will weiter politisch aktiv bleiben: «Entscheide werden nicht im Parlament gefällt, sondern vom Volk.» Auf dieses Schlachtfeld will Christoph Blocher in Zukunft seinen Fokus richten.

(seib; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)