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Im Norden des Kantons leben die Rentiere
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 28.11.2019.
abspielen. Laufzeit 05:19 Minuten.
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Wo der Zürcher Rudolph wohnt Rentiere rentieren nicht - aber das ist ihr egal

Eigentlich wollte sie Hirsche. Der 21-jährigen Frau mit roten Haaren fehlten auf dem elterlichen Hof nämlich die Tiere. Also liess sich Salome Fürst zur Wildtierhalterin ausbilden.

Eine Frau mit roten Haaren, die sie zum Rossschwanz zusammengebunden hat, steht vor einer Weide.
Legende: SRF

Doch während eines Zoobesuchs änderte sie ihren Plan. Als sie nämlich Rentieren begegnete: «Sie sahen so süss aus, flauschig und gleichzeitig imposant mit ihrem grossen Geweih. Und als sie näherkamen und ich in diese grossen Augen blickte, habe ich mich endgültig verliebt.»

Daraufhin machte sie sich auf die Suche nach solchen Tieren – und wurde fündig. Nicht etwa im hohen Norden, woher die Rentiere ursprünglich stammen, sondern in der Region Bern. Dort absolvierte Salome Fürst ein Praktikum als Wildtierhalterin und danach konnte sie die Tiere nach Dachsen übersiedeln.

Ein Rentier mit einem Geweih mit vier Hörnern blickt in die Kamera.
Legende: SRF

Die nötigen Bewilligungen zu bekommen sei gar nicht so einfach gewesen, erzählt Salome Fürst. Und auch sonst sei die Rentierzucht eine Herausforderung: «Es gibt nicht viele Tiere in der Schweiz. Deshalb muss man mit möglichst vielen Züchtern zusammenarbeiten, damit es nicht zu Inzucht kommt.»

Mittlerweile sind es 17 Rentiere, die auf dem Hof im Norden des Kantons Zürich leben – und fressen. Jeden Tag verschlingt ein Rentier ein Kilogramm Maiswürfel und rund 600 Gramm Kraftfutter. Das geht ganz schön ins Geld.

Drei Rentiere essen aus einem Futtertrog.
Legende: SRF

Finanziell lohne sich die Zucht bisher nicht, sagt Salomes Vater Walter Fürst. Wobei die Rechnung nicht so einfach sei: «Es ist eine gute Ergänzug zu unserem Selbstpflückhof. Die Tiere ziehen mehr Leute an, die dann vielleicht etwas kaufen.»

Ausserdem bietet Salome Fürst Trekkingtouren an. Weil die Tiere weniger scheu sind als beispielsweise Hirsche, eignen sie sich gut für solche Wanderungen oder für Führungen im Gehege.

Ein Rentier mit lustigem Geweih steht in einem mit Stroh bedeckten Stall.
Legende: SRF

Für Salome Fürst ist deshalb klar: Die flauschigen Tiere sind eine Bereicherung für den Hof und die Region. Gerade in der Adventszeit.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Ich glaube nicht, dass Rentiere in CH "artgerecht gehalten" sind !?!Sie benötigen 50-60 Km Lauffreiheit, das kann man ihnen in CH nie bieten ! Also NIE artgerecht in CH !!!
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Jeden Tag verschlingt ein Rentier ein Kilogramm Maiswürfel und rund 600 Gramm Kraftfutter. Das geht ganz schön ins Geld. Woher kommt das Futter? Importe aus Südamerika? Es ist in Mode gekommen, dass Tiere gehalten werden die nicht in unsere Landschaft passen. Sicher schön anzusehen, aber......Rentiere gehören in den Norden - aber es muss ja immer etwas exotisch sein, wie Alpaka, Strausse usw. Bei aller Tierliebe verstehe ich es nicht, dass immer mehr fremde Tierarten bei uns gehalten werden.
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  • Kommentar von Eveline Flury  (Kamiro)
    ich freue mich sehr zu lesen, dass es auch in der Schweiz erlaubt ist, Rentiere zu halten. Als nach schwedisch Lappland ausgewanderte Schweizerin habe ich immer Kontakt zu Rentieren, die hier ihren natürlichen Lebensraum haben. Da ich einige mir zugelaufene mutterlose Rentierbabies aufgezogen habe und sie auch weiterhin füttere, frage ich mich, ob es in CH möglich ist, für Rentiere ein spezielles Futter zu kaufen ? Ren-Moos, welches diese Tiere benötigen, wächst ja nur im hohen Norden.
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