Zum Inhalt springen

Header

Audio
Die Gesunheitsdirektion beurteilt die Lage täglich, manchmal stündlich.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 08.03.2020.
abspielen. Laufzeit 17:01 Minuten.
Inhalt

Wochengast Natalie Rickli: «Mein Leben dreht sich zurzeit um das Coronavirus»

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin über den Kampf gegen das Coronavirus.

Natalie Rickli

Textbox aufklappenTextbox zuklappen
Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli
Legende:keystone

Natalie Ricklis politische Karriere begann bei der Jungen SVP, wo sie unter anderem Geschäftsführerin und Präsidentin war. Von 2002 bis 2007 sass sie im Grossen Gemeinderat von Winterthur, von Mai 2007 bis November 2007 im Zürcher Kantonsrat. Bei den Parlamentswahlen 2007 wurde sie in den Nationalrat gewählt. Zusammen mit dem bisherigen Regierungsrat Ernst Stocker wurde sie für die Zürcher Regierungsratswahl 2019 nominiert. Im März 2019 wurde sie in den Zürcher Regierungsrat gewählt und übernahm die Gesundheitsdirektion. Natalie Rickli wuchs in Riet bei Neftenbach auf, heute lebt die 43-Jährige in Winterthur.

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli ist seit einem knappen Jahr in ihrem Amt. Seit über einer Woche sieht ihre Tätigkeit komplett anders aus. Das Corona-Virus hat das Leben im Kanton Zürich verändert. Seit der erste Fall einer Infektion Ende Februar bekannt geworden ist, steht Natalie Rickli täglich vor neuen Herausforderungen.

SRF News: Die Situation im Kanton Zürich hat sich verschärft. Seit Ende Februar haben sich 37 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Macht Ihnen das Angst?

Natalie Rickli: Nein und es gibt auch keinen Grund zur Panik. Wir haben bereits Ende Januar Massnahmen eingeleitet und waren immer in engem Kontakt mit dem Bundesamt für Gesundheit und mit den Spitälern. Aber wir sind auf der Gesundheitsdirektion gefordert. Wir beurteilen und analysieren die Situation täglich, manchmal stündlich neu und passen die Massnahmen an.

Die Zahl der Infizierten ist schnell angestiegen. Welche Massnahmen haben Sie eingeleitet?

In erster Linie gilt es nun, die ältere Bevölkerung, chronisch Kranke und schwer erkrankte Menschen zu schützen. Das muss unsere oberste Priorität sein. Das heisst, Besuche stark einzuschränken und sich an die Verhaltensregeln des Bundes zu halten. Dann gilt es jetzt, die Spitäler zu entlasten. Deshalb hat die Gesundheitsdirektion auch grünes Licht gegeben für eine erweiterte Anwendung des Corona-Tests. Ab Montag können alle Listenspitäler und alle Ärzte im Kanton Zürich den Corona-Test durchführen. Damit können sich die Spitäler auf die schweren Fälle fokussieren. Bisher standen 60 Spitalbetten für Erwachsene zur Verfügung und 13 Betten für Kinder. Die Spitäler werden diese Anzahl massiv erweitern. Der Kanton Zürich ist gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

Der Bund hat sich zusammen mit den Kantonen auf eine Empfehlung geeinigt, dass Veranstaltungen mit 150 Personen eine Bewilligung der Behörde brauchen. Der Kanton Zürich setzt diese Empfehlung nicht um. Warum?

Diese Zahl ist lediglich eine Richtzahl. Der Kanton Zürich geht pragmatisch vor. Wir haben über eine Million Einwohnerinnen und Einwohner, mehrere zehntausend Pendlerinnen und Pendler, tausende von Veranstaltungen - es ist nicht möglich, schnelle Bewilligungsverfahren durchzuführen, wie das vielleicht in kleineren Kantonen möglich ist. Es ist zurzeit nicht angezeigt, dass wir alles verbieten. Die Eigenverantwortung spielt eine ganz wichtige Rolle. Gefragt ist die Eigenverantwortung der Veranstalter, der Firmen und die Eigenverantwortung jedes Einzelnen.

Wie hat sich ihr Leben verändert durch den Corona-Virus?

Ich halte mich an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit und meiner eigenen Direktion: Keinen Kontakt mehr mit älteren und kranken Menschen, zur Begrüssung keine Hände schütteln und die Hände häufig waschen. Aber es ist schon so, mein Leben dreht sich zurzeit praktisch nur um das Corona-Virus.

SRF1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen,17:30 Uhr; meim

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    ........ Damit können sich die Spitäler auf die schweren Fälle fokussieren. Bisher standen 60 Spitalbetten für Erwachsene zur Verfügung und 13 Betten für Kinder. Die Spitäler werden diese Anzahl massiv erweitern......
    Frage: Von wo wird das zusätzliche Pflegepersonal hergeholt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Holzer  (Peter Holzer)
    Wie bitte werden denn z.B. Risikogruppen geschützt die im Arbeitsprozess stehen und Kinder haben?

    Man sah die Ereignisse in China (die sicher noch etwas beschönigt wurden), man sieht diese in Italien und macht trotzdem weiter in der Hoffnung es würde uns weniger treffen.

    Es geht nicht um Panik, aber abwarten bis nichts mehr geht ist einfach verantwortungslos!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Helga Vögeli  (Kikki21)
    Liebe Frau Rickli
    Keinen Kontakt mehr mit älteren Menschen? Meine Güte. Wissen Sie, was Sie mit dieser Aussage anrichten? Wechseln jetzt die Leute die Strassenseite, wenn eine ältere Person daherkommt? Können wir noch irgendwo einen Kaffee trinken gehen, ohne dass die Leute das Lokal verlassen? Schlimm diese Aussage.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen