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Zürich soll Wohnraum besser schützen vor Airbnb und Business-Appartements
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
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Wohnraum schützen Stadtparlament Zürich will Airbnb und Zweitwohnungen einschränken

Die Stadt soll handeln, damit Wohnungen nicht reihenweise zu Business-Appartements umfunktioniert werden.

Die links-grüne Parlamentsmehrheit will den Wohnraum in der Stadt Zürich schützen. Darum soll die Bau- und Zonenordnung angepasst werden, so dass Zweitwohnungen, Hotels und andere gewerblich genutzte Beherbergungsmöglichkeiten nicht mehr zum Wohnanteil gezählt werden. In diesen Plänen ist für jeden Teil der Stadt festgelegt, wie hoch der Wohnanteil sein muss.

(Noch) kein Problem

In der Stadt Zürich gibt es rund 8400 Zweitwohnungen. Das sind 3,8 Prozent der Wohnungen. Von diesen 8400 Zweitwohnungen sind rund 6550 private Wohnungen, der Rest sind bewirtschaftete Appartements. Nicht zu den Zweitwohnungen zählen unter anderem Wohnungen, die von Personen mit Wochenaufenthalt oder von Studierenden gemietet werden. Im Vergleich mit anderen touristischen Städten ist dieser Anteil tief.

Von GLP bis SVP argumentierten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier deshalb, es gebe noch keinen Handlungsbedarf, man müsse nicht jetzt etwas regulieren, das noch kar kein Problem sei.

«Wir sind schon zu spät!»

Auf der linken Ratsseite war man anderer Meinung. In einigen Gebieten der Stadt komme man bereits zu spät, dort seien schon reihenweise Wohnungen zu Business-Appartements umfunktioniert worden und vom Wohnungsmarkt verschwunden. Es gehe nicht darum, Hotels aus der Stadt zu jagen. Aber was ein Gewerbe sei, solle auch zum Gewerbe gezählt werden und dürfe nicht zum Wohnanteil zählen. Dies gelte auch für gewerblich genutzte Zweitwohnungen.

Keine Freude beim Stadtrat

Hochbauvorstand André Odermatt (SP) gab unumwunden zu, dass Zweitwohnungen ein Dauerbrenner sind, auch wenn ihre Zahl relativ klein sei. Das Anliegen aus dem Parlament werde Kopfzerbrechen bereiten, denn die Definitionen von gewerblicher Nutzung müssten rechtlich abgesichert sein. Es müsse etwas rauskommen, das kontrollierbar und nachvollziehbar sei, sagte Odermatt weiter. Nur so könne es auch Wirkung entfalten.

Die linksgrüne Mehrheit setzte sich mit 66 Ja- zu 54-Nein-Stimmen durch. Der Stadtrat muss nun einen Vorschlag ausarbeiten, wie Hotels, Business-Appartements und sonstige gewerblich genutzte Wohnungen nicht mehr an den Wohnanteil angerechet werden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Airbnb darf nicht das schon jetzt knappe Wohnungsangebot Zürichs zusätzlich verschärfen, was es zugeben schon bereits munter von geschäftstüchtigen Liegenschaftbesitzern in der Limmatstadt praktiziert wurde und wird. Airbnb ja aber nur mit streng definieren Rahmenbedingungen im Sinne der Bevölkerung die nicht aus den besten Lagen vertrieben werden möchte.
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  • Kommentar von Ramon Frey  (Ramon Frey)
    Schön schön. Aber unser nachbar darf mitten in einem wohngebiet sein einfamilienhaus in ein billigsthostel mit hoher bettenzahl umfunktionieren? Und alle nachbarn leiden unter dem lärm und dem dreck. Immer schön schizophren die stadt zürich
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    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Hotels sind ja nicht generell verboten. Ich denke es gibt bestimmte Regulierungen und Bedingungen, die der Nachbar wohl erfüllt hat.
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  • Kommentar von Peter Singer  (P.S.)
    Ich verstehe die Logik wohl nicht ganz. Nur 2.9% der Wohnungen werden als "Business-Appartments" untervermietet doch wozu man das einschränken? Selbst bei einem Verbot; die Leute, die diese Appartments mieten, verschwinden ja nicht einfach, sie würden einfach andere Wohnungen mieten.

    Man muss mehr Wohnungen in der Stadt bauen um die Wohnungsnot zu beheben. Dann sinken alle Mietpreise, das Umland wird weniger zersiedeldt wodurch wiederum der Verkehr und die CO2-Belastung abnimmt.
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