ZSC: Wichtiger Etappensieg auf dem Weg zum eigenen Stadion

Das neue Zürcher Eishockeystadion ist auf gutem Weg: Fast alle Parteien unterstützen das überarbeitete Stadionprojekt auf dem Vulkanareal in Altstetten. Im Trockenen ist das Projekt jedoch noch nicht.

«Das war extrem wichtig, ein entscheidender Schritt», sagt Peter Zahner, Geschäftsführer der ZSC Lions. Der entscheidende Schritt war das klare Ja der zuständigen Kommission des Gemeinderates. Dem Entscheid vorausgegangen waren zahlreiche Sitzungen, an denen Zahner den Politikern das Projekt schmackhaft machen musste.

Vor allem von der SP war bekannt, dass sie zögert. Nun stellte sie sich jedoch hinter das Vorhaben. Auch das war wichtig für Zahner, ist doch die SP die grösste Partei der Stadt. «Es gab harte Diskussionen», beschreibt Zahner seine Auftritte bei der Kommission. Am Schluss habe man jedoch Kompromisse gefunden, die für beide Seiten tragbar seien.

Am Schluss stimmten nur die Grünen gegen das Projekt. SP, SVP, FDP und GLP stimmtem ihm zu. Die AL enthielt sich der Stimme.

170 Millionen Franken soll das neue Stadion kosten. 50 bezahlen private Investoren, 120 Millionen schiesst die Stadt in Form eines Darlehens vor, welches der ZSC während 60 Jahren zurückbezahlen muss.

Entscheid über 120 Millionen Franken

Nach den Anträgen der Kommission dürfte das Geschäft auch im Gemeinderat gute Chancen haben. Dieser entscheidet am 15. Juni über das Stadion. Wichtigster Punkt ist ein Darlehen der Stadt für die ZSC Lions AG. Voraussichtlich im September entscheidet das Volk.

Eröffnung 2022 geplant

Baubeginn der zukünftigen Eishockey- und Sportarena mit einer Haupthalle mit 11'600 Plätzen, einer Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen soll im Jahr 2019 sein. 2022 soll die neue ZSC-Arena eröffnet werden.

Der ZSC möchte mit dem eigenen Stadion unabhängiger vom Hallenstadion werden. Wegen der vielen Veranstaltungen ist der ZSC immer wieder gezwungen, Spiele zu verschieben. Ausserdem erhofft sich der ZSC im eigenen Stadion höhere Einkünfte.