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Ein Kokainkonsument teilt die Droge mit einer Karte in dei Linien.
Legende: Kokain ist vielfach mit gefährlichen Substanzen gestreckt. Keystone
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Drogen im Sicherheits-Check Zu hoch dosiertes Ecstasy und gefährlich gestrecktes Kokain

Das Drogeninformationszentrum DIZ warnt: In der Stadt Zürich sind immer häufiger Ecstasy-Pillen mit extrem hoher Dosierung im Umlauf. Der Konsum dieser Pillen kann zu Überhitzung, Dehydration und zu Herz-Kreislauf-Zusammenbrüchen führen. Auch der Konsum von Kokain ist gefährlicher als angenommen.

Das Drogeninformationszentrum DIZ der Stadt Zürich unterzieht die gängigsten Partydrogen jedes Jahr einem Test - im letzten Jahr waren es über 2000 Proben. Die Resultate lassen aufhorchen.

Ecstasy-Pillen: Viele Tabletten sind viel zu stark

Das DIZ hat im letzten Jahr festgestellt, dass viele Ecstasy-Pillen zu hoch dosiert waren. Zu hoch dosiert ist eine Tablette, wenn sie mehr als 160 Milligramm des Wirkstoffes MDMA enthält. Das ist die Maximaldosierung für einen 106 Kilogramm schweren Mann oder eine 123 Kilogramm schwere Frau. Besonders problematisch ist, dass rund ein Fünftel der Tabletten über 200 Milligramm MDMA enthielt. Die stärkste getestete Pille wäre sogar für einen 180 Kilgramm schweren Mann zu viel gewesen. Hohe Dosen können zu Überhitzung, Dehydration und Herz-Kreislauf-Zusammenbrüchen führen.

Kokain: Gefahr durch psychoaktive Mittel

Deutlich mehr als die Hälfte der im DIZ abgegebenen Kokainproben enthielten ein psychoaktives Streckmittel. Es handelte sich meistens um Levamisol, das in der Tiermedizin gegen Wurmbefall eingesetzt wird. Dieses Medikament kann bei regelmässigem Konsum zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Auch der steigende Kokaingehalt ist besorgniserregend. Kennen die Konsumierenden den Kokaingehalt nicht, sind gefährliche Überdosierungen möglich.

Speed: Der Reinheitsgrad schwankt zwischen 0 und 100 Prozent

Amphetamin, umgangssprachlich bekannt als «Speed», wurde vom DIZ letztes Jahr 362 Mal getestet. Der Amphetamin-Gehalt schwankte stark, rund drei Viertel der Proben enthielten ein pharmakologisch wirksames Streckmittel oder Synthese-Verunreinigungen.

LSD: Häufig gibt es Verunreinigungen

Das DIZ hat LSD nur in seltenen Fällen getestet, insgesamt gingen 89 Proben ein. Rund ein Fünftel davon enthielt statt oder neben LSD andere psychoaktive Substanzen oder Verunreinigungen. Diese bergen ein hohes Risiko und werden gar mit drogeninduzierten Todesfällen in Europa in Verbindung gebracht.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Der Konsum von Alkohol ist ebenfalls gefährlicher als angenommen. Massiv. Und trotz der flächendeckenden Verbreitung in der Bevölkerung interessiert's keine Sau...!
  • Kommentar von R. Reber  (Reber)
    Alle Drogen sollten legalisiert und unter das Arzneimittelgesetz fallen, so wie dies vor ca. 15 J. die Droleg-Initiative verlangte. Natürlich löst dies nicht das Problem mit suchterkrankten Menschen. Nur spielt dies für die Prävention, Therapie und Repression keine Rolle. Es nennt sich dann einfach Medikamentenmissbrauch. Die Schweiz könnte den Mut aufbringen, nochmals Vorreiterin in der Drogenpolitik zu sein.
    1. Antwort von Alfons Bauer  (frustriert)
      Dann haben wir alles Touristen, die nur hier sind um sich die harten Drogen reinzuziehen und somit noch mehr Gewalttäter als wir ohnehin schon haben, während Holland die harmlosen Kiffer versorgt.
    2. Antwort von R. Reber  (Reber)
      Soweit ich weiss, haben wir bis anhin keine Touristen, welche unsere Apotheken um Morphium betrügen.
    3. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Oh, PFZ als Grund gegen Legalisierung? Das wird ja immer bunter. Gaht's no?
  • Kommentar von Beat Kessler  (KLERUS)
    Man kann es drehen und wenden wie man will, am Ende bleibt nur die Legalisierung. Ab diesem Punkt kann der Staat, Steuern erheben und damit Prävention und folge Schäden finanzieren. Alles andere führt immer zum gleichen Resultat, nämlich zum Schwarzmarkt und gestreckten Substanzen! Gruss