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Neue CO2-Filteranlage eröffnet
Aus Schweiz aktuell vom 31.05.2017.
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Neues Geschäftsmodell Zürcher Firma filtert CO2 aus der Luft

Die Firma Climeworks hat heute die erste kommerzielle Anlage präsentiert, die das Treibhausgas CO2 aus der Luft filtert. Zu den Kunden sollen auch Gemüsehersteller zählen.

900 Tonnen. So viel CO2 zieht die erste kommerzielle CO2-Filteranlage jährlich aus der Luft. Sie steht auf dem Dach der Kehrichtverwertung Zürich Oberland in Hinwil. Die Betreiber der Anlage haben ehrgeizige Ziele.

Climeworks-CEO Christoph Gebald rechnet damit, dass Anlagen, wie die in Hinwil, künftig einen deutlichen Beitrag zur Eindämmung der weltweiten Klimaerwärmung spielen werden. Laut seiner Prognose werden ähnliche Anlagen bis 2050 ein Prozent der globalen Emissionen aus der Luft filtern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten 300'000 Anlagen gebaut werden.

CO2 als Dünger

Potenzielle Kunden sind Unternehmen, die ihre CO2-Billanz verbessern wollen – aber auch Gemüsehersteller. Bereits heute wird ein Gewächshaus in der Nachbarschaft von Climeworks mit dem abgeschiedenen CO2 versorgt. Das Treibhausgas kann das Wachstum von Tomaten, Gurken oder Salat beschleunigen.

Wie gut sich das neuartige Geschäftsmodell rechnet, ist noch schwer einzuschätzen. Im Moment wird die Anlage vom Bundesamt für Energie finanziell unterstützt.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Keller  (d.keller)
    1 Hektar Zuckerrüben bindet jährlich ca. 15 - 20 Tonnen CO2 als Zucker. Pflanzen sind u.a. in der Lage aus CO2 Zucker und Sauerstoff herzustellen. Das Problem ist die langfristige Speicherung.
  • Kommentar von D. Baumann  (D.Baumann)
    Wo bleibt hier der Beitrag zur Eindämmung der Erderwärmung? Ich entziehe der Umweld CO2 und gebe es der Umwelt in einem Treibhaus wieder ab! Dafür wird jedoch zusätzliche Energie benötigt um die Anlage zu betreiben. Oder habe ich da etwas falsch verschtanden? Ich lasse mich gerne belehren.
  • Kommentar von Felix Bosshardt  (fbosshardt)
    Diese Firma liefert(e) auch aus der Luft gefiltertes CO2 an SUNFIRE in Dresden welche Blue-Crude herstellen kann, ein Ersatz für Rohöl. Technologisch werden werden wir wohl einmal mehr schneller gute Fortschritte machen als Ideologisch.
    1. Antwort von Walter Starnberger  (Walter Starnberger)
      Hoffentlich, denn eine Anlage die mehrere Millionen Franken kostet, nur um die CO2-Produktion von 200 Personenwagen aus der Luft zu filtern, ist schlicht nicht tragbar.