Zürcher Gemeinderatswahl: Kleine Parteien haben mehr Freunde

Nach der Wahl des Zürcher Stadtparlaments vom 9. Februar ist nun klar, welche Kandidatinnen und Kandidaten am meisten Stimmen von anderen Parteien erhalten haben. Die Panaschier-Statistik zeigt, dass vor allem Personen von kleineren Parteien viele Fremdstimmen erhalten haben.

Die Zürcher Parteipräsidenten Michael Baumer (FDP), Markus Hungerbühler (CVP) und Roger Liebi (SVP) warten auf die Wahlresultate im Zürcher Stadthaus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gespanntes Warten der Parteipräsidenten Michael Baumer (FDP), Markus Hungerbühler (CVP) und Roger Liebi (SVP). Keystone

Ein fiktives Beispiel: Ein Wähler wirft die Liste 1 der SP in die Urne, streicht darauf aber einige Namen und ersetzt sie durch Kandidatinnen und Kandidaten einer anderen Partei. Panaschieren nennt sich dieser Vorgang. Jetzt liegt eine Auswertung aller panaschierten Stimmen der Stadt Zürich vor.

Panaschierkönig stammt von der AL

Am meisten fremde Stimmen erhielt bei der vergangenen Wahl vom 9. Februar demnach die Gemeinderätin Christina Hug von den Grünen, nämlich insgesamt 1045. Der eigentliche «Panaschierkönig» ist aber Gemeinderat Andreas Kirstein von der Alternativen Liste. Fast 50 Prozent seiner insgesamt 941 Stimmen erhielt er auf fremden Listen.

Die Auswertung zeigt ausserdem, dass das bürgerliche Wahlbündnis zumindest zwischen der FDP und der SVP funktioniert hat. Beide Parteien unterstützten gegenseitig ihre Kandidatinnen und Kandidaten.