Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen Zürcher Hausärzte schlagen Alarm

Mit einem offenen Brief fordern Hausärzte aus dem Kanton Zürich, dass ihre Arbeit besser entlöhnt wird. Ansonsten gehe das Praxissterben weiter.

Hausarzt am Computer
Legende: Viel bürokratische Arbeit am Computer: Dafür wollen die Ärzte mehr Lohn. Keystone

Die Zustände seien «besorgniserregend», schreibt die Zürcher Ärztin Vera Stucki-Häusler in einem offenen Brief an Krankenkassen und Politiker. Das Grundproblem: Hausärzte im Kanton Zürich müssten immer mehr administrative Aufgaben erledigen, ohne dafür fair entlöhnt zu werden.

Wegen dieses Missstandes fehle heute oft die Zeit, um sich auf Patientinnen und Patienten richtig einzulassen. «Wir können uns zunehmend nicht mehr an erster Stelle um das Wohl des Patienten kümmern», heisst es in dem Brief, welcher von der Zürcher Ärztegesellschaft unterstützt wird. Das Patientengespräch werde vom sogenannten Tarmed-Tarifsystem, an dem sich Krankenkassen und Hausärzte ausrichten, zu wenig stark gewichtet.

Zurzeit wird der Tarmed-Tarif neu verhandelt. Josef Widler, Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft, fordert in diesem Zusammenhang, dass die Leistungen der Hausärzte in Zukunft besser entlöhnt werden. Nur so könne das grassierende Praxissterben aufgehalten werden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Wenn ihr Hausärzte bei der ersten Kolsultation bereits gründliche Untersuchungen mit aller Disgnostik, welche Euer Arsenal heut ehergibt, durchführen würdet statt Patienten mit halbseidenen Ratschlägen nach Hause zu schicken, um sie dann eine Woche später wieder zu sehen, dann wäre der Ansturm nur halb so gross. Die Kosten über die Mengenausweitung auch (sofern die Politik mitmacht).
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fritz Kartoffel (Mosses01)
    Na bravo - damit wird der Werkplatz CH weiter ausgehöhlt. Wunderbar, gibt es Ausweismöglichkeit ins nahe Ausland. Darum fordere ich, dass die Krankenkassen Behandlungen/medizinische Dienstleistungen auch im grenznahen Raum bezahlen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen