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Zürcher Integrationsmassnahme Kinder aus dem Bundesasylzentrum gehen in öffentliche Schulen

In den Schulen Pfingstweid und Limmat A sollen Kinder aus dem Bundesasylzentrum Kontakt zu Gleichaltrigen knüpfen.

Legende: Audio Kurz-Interview mit Zürichs Stadtrat Raphael Golta: Kinder aus dem Bundesasylzentrum werden in öffentlichen Schulen unterrichtet abspielen. Laufzeit 02:34 Minuten.
02:34 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 05.12.2018.

Kinder und Jugendliche, die ab nächstem Frühling im Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal in Zürich untergebracht werden, sollen öffentliche Schulen besuchen. So will es der Zürcher Stadtrat. Sozialvorsteher Raphael Golta sieht darin den geeigneten Weg, ein Stück Normalität in den Alltag der Kinder zu bringen und ihnen den Kontakt mit Gleichaltrigen zu ermöglichen.

Der Unterricht für die Jugendlichen findet in den Schulen Pfingstweid und Limmat A statt. Die damit verbundenen Mehrkosten von maximal 60'000 Franken jährlich trägt die Stadt Zürich, wie es in der Mitteilung des Stadtrats heisst.

Zürich geht nicht den Weg des Bundes

Hintergrund dieser Massnahme ist das neue Asylgesetz, das im Frühling 2019 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt werden die Asylverfahren in maximal 140 Tagen beschleunigt in den Bundesasylzentren durchgeführt. Der Bund empfiehlt dabei, die Kinder und Jugendlichen direkt in den Bundesasylzentren zu unterrichten. Die Stadt Zürich geht nun aber einen anderen Weg. Sie will im Sinne der Integration die Schüler in öffentlichen Schulen unterrichten.

Auch in weiteren Punkten hat sich die Stadt Zürich beim Bund für eine liberale Betriebsverordnung am Standort Zürich eingesetzt. So sollen die Asylsuchenden längere Ausgangszeiten erhalten. Und auch der Austausch zwischen Asylsuchenden und der Zivilgesellschaft soll ausdrücklich unterstützt werden. Der Bund hat die Punkte in weiten Teilen aufgenommen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    So wünschenswert es für diese Kinder wäre, integriert zu sein, setzt diese Massnahme falsche Zeichen. Wenn das Asyl abgelehnt wird, müss(t)en sie ausgeschafft werden. Es sind dann die gleichen politischen Kreise, die eine Ausweisung ablehnen mit der Begründung, die Kinder seien integriert.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Jaaah! Drückt die Lernerfolge unserer Kinder weiter nach unten durch integrationsbedingte Bremseffekte! No future! Den Slogan können wir endlich adäquat recyceln! ;-)
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    1. Antwort von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
      So ist es leider. Ich wünsche jedem Kind eine anständige Schulbildung, aber solche Schüler brauchen vom Lehrer mehr Aufmerksamkeit während dem Unterricht und das geht auf Kosten der übrigen Schüler in der Klasse. Noch etwas anderes: Ich kenne das Duttweiler-Areal und ich kenne das Schulhaus Limmat A (ging selber dort zur Schule). Dazwischen liegt aber eine grössere Distanz......... Wie gelangen die Kinder zur Schule und wieder nach Hause? Zu Fuss, per Tram oder per Chauffeur?
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