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Schüler im Schulzimmer streckt auf, im HiGru sitzt die Lehrerin
Legende: Gratis lernen von Klein bis Gross: Das Parlament will es nicht. Keystone
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Zürich Schaffhausen Zürcher Kantonsrat schickt Bildungsinitiative bachab

Der Zürcher Kantonsrat will nicht, dass alle im Kanton Zürich wohnhaften Personen kostenlosen Zugang zu öffentlichen Bildungseinrichtungen erhalten. Das Parlament hat die Bildungsinitiative aus linken Kreisen klar abgelehnt.

Die Volksinitiative «Für die öffentliche Bildung» verlangt den kostenlosen Zugang zu allen Bildungswegen, von der Volksschule über die Mittelschulen und Berufsschulen bis zur Hochschule. Auch Schullager sowie Ausflüge sollten gratis sein und die Lehrmittel der Volks-, Berufs- und Mittelschulen kostenlos abgegeben werden.

«Bildung ist das höchste Gut einer funktionierenden Gesellschaft», sagte Oliver Heimgartner vom Initiativkomitee in der Ratsdebatte. Es dürfe nicht sein, dass das Portemonnaie der Eltern den Bildungsweg der Kinder bestimme. Erst dank der Initiative erhalte der Kanton Zürich ein gerechtes Bildungssystem, argumentierte die SP, und die AL meinte, die rund 100 Millionen Franken, welche die Umsetzung gemäss Schätzung der Initianten kosten würde, seien jedenfalls gut investiertes Geld.

Unterstützung nur von SP und AL

Doch ausser SP und AL unterstützte keine Partei das Vorhaben. Die Mehrheit im Rat war sich einig, dass das bestehende System gerecht sei und die Forderungen bereits erfüllt würden. Die SVP fand sogar, das Anliegen der Initianten sei «jenseits von Gut und Böse». Schon heute stünden allen Kindern und Jugendlichen sämtliche Bildungswege offen. Die Grünen stimmten mit ein: Die Umsetzung der Initiative garantiere beispieslweise keinerlei Verbesserung der Bildungschancen für benachteiligte Jugendliche, meinten sie.

Das Anliegen ist durchaus ehrbar, aber überflüssig.
Autor: Silvia SteinerBildungsdirektorin des Kantons Zürich

Auch die zuständige Kommission für Bildung und Kultur erteilte der Idee eine Abfuhr. Und Bildungsdirektorin Silvia Steiner befand, das Anliegen sei zwar ehrbar, aber letztlich überflüssig. Die Initiative wurde mit 129 zu 41 Stimmen abgelehnt.

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