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Legende: Audio Ist 16 zu jung zum Abstimmen? Nein, sagen die Linken. Doch, sagen die Bürgerlichen. abspielen. Laufzeit 03:14 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.03.2019.
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Zürcher Kantonsrat Schon mit sechzehn an die Urne

Der Zürcher Kantonsrat begrüsst den grünliberalen Vorschlag, das Stimmrechtsalter um zwei Jahre zu senken.

Nur wenig junge Menschen gehen an die Urne. Wenn sich Jugendliche bereits während des Staatskundeunterrichts aktiv an der Politik beteiligen könnten, wäre ihre Motivation zum Abstimmen und Wählen wohl grösser, glaubt die GLP-Kantonsrätin Sonja Gehrig. Mit einem Vorstoss will sie deshalb in Kanton und Kommunen das Stimmrechtsalter 16 einführen.

Unterstützung erhielt Gehrig im Kantonsrat von den Linksparteien und der BDP. Die jüngste Zürcher Kantonsrätin, Hannah Pfalzgraf von der SP: «Es ist ätzend, das Gefühl zu haben, nicht ernst genommen zu werden.» Auch andere Parteien zeigten Sympathien für den Vorstoss, äusserten aber auch Zweifel.

Zu jung um über Budgets zu entscheiden

Dagegen hielt etwa der junge SVP-Kantonsrat Benjamin Fischer: Es leuchte nicht ein, dass 16-jährige, die noch nicht einmal über ihr eigenes Budget verfügen dürften, über das Budget eines Kantons abstimmen sollten. Zudem seien junge Menschen noch stark beeinflussbar.

Auch FDP, CVP und EDU stimmten gegen das grünliberale Anliegen. Dennoch kam die vorläufige Unterstützung zustande; das Thema Stimmrechtsalter 16 geht nun also in die Kommission, wird dort ausgearbeitet und kommt dann zur eigentlichen Abstimmung zurück in den Rat. Angesichts der Mehrheiten dürfte der Vorstoss allerdings chancenlos sein.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Heute schon ist die Stimmbeteiligung in den Kantonen erbärmlich, ich kann mir nicht vorstellen das dies bei einem Stimmrechtsalter von 16 Jahren besser sein wird. Es gib leider nur wenige junge Leute, die sich richtig für die Politik interessieren. Ist aber auch kein Wunder, wenn man die Politik verfolgt.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Neuer Trend in der Politik: mit 16 an die Urnen ( aktive Pubertät - Schulabschluss - Berufsfindung- und Beginn....?) - mit 16 ans Steuer eines Auto's.(Umwelt-Klima ?).... Was ist der effektive Sinn dieser Trend-Ideen?
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    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Herr Bolliger hat weiter unten die Sache trefflich beleuchtet: Ausweitung der Wählerklientel für die Linken. Und ich lege noch dazu: Ausweitung der Konsumentendrohnenschaft für Mitte/Rechts. So oder so: Instrumentalisierung der Jugend.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Schnapsidee! Zuerst mal analysieren, wie die Stimmbeteiligung der 18-20jährigen ist. Glaubt man, diejenige der noch jüngeren wäre dann besser? Oder glaubt Links-Grün unter Vorschieben von heeren Gründen einfach noch paar zusätzliche Stimmen abholen zu können? Dessen ungeachtet sollte man nicht bereits Pubertierende abstimmen lassen!
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