Zürcher Katholiken glauben immer noch an eigenes Bistum

Seit Jahrzehnten kämpfen die Zürcher Katholiken für ein eigenes Bistum. Nach einem Treffen bei Bischof Vitus Huonder in Chur zeigen sich die Zürcher optimistisch. Der Bischof will das Thema mit dem Stellvertreter des Papstes in der Schweiz, dem Nuntius in Bern, erörtern.

Könnte dereinst zum Sitz des Bischofs von Zürich werden: Die Liebfrauenkirche beim Central in Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Könnte dereinst zum Sitz des Bischofs von Zürich werden: Die Liebfrauenkirche beim Central in Zürich. Keystone

Für Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrates der Zürcher Katholiken, war es ein gutes Gespräch. «Bischof Vitus hat Verständnis für unser Anliegen», sagte Schnüriger gegenüber dem Regionaljournal.

Bischof-Sprecher Giuseppe Garcia gibt sich zurückhaltender. Das Bistum bestätige lediglich das Gespräch. Bevor sich der Bischof inhaltlich zum Anliegen aus Zürich äussere, müsse er beim Nuntius in Bern - also beim Papstvertreter in der Schweiz - und bei den zuständigen Stellen beim Vatikan vorstellig werden. Für Benno Schnüriger ein gutes Zeichen: «Würde der Bischof nichts von einem Bistum Zürich halten, müsste er auch nicht mit dem Nuntius sprechen.»

«Vatikan will Bischöfe in Zentren»

Rückenwind für das Anliegen kommt zudem auch aus dem Vatikan «Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich der Vatikan Bischöfe in urbanen Zentren wünscht.» Dennoch mahlen auch die Mühlen der katholischen Kirche langsam. Im besten Fall, schätzt Benno Schnüriger, könnten die Zürcher Katholiken in 10 Jahren mit einem eigenen Bistum rechnen.