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Zürcher Milliardenprojekt Reizthema Rosengartentunnel

Ein Streitgespräch zwischen dem Tunnel-Befürworter Christian Lucek (SVP) und der Tunnel-Gegnerin Gabi Petri (Grüne).

Legende: Audio Rosengartentunnel: Das Streitgespräch zwischen C. Lucek (SVP) und G. Petri (Grüne) abspielen. Laufzeit 11:10 Minuten.
11:10 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 11.02.2019.

Der Rosengartentunnel soll Zürich-Wipkingen vom Verkehr entlasten. Der Zürcher Kantonsrat befürwortet das Milliardenprojekt und diskutiert aktuell über die Details, zum Beispiel, wie viele Fahrbahnen der Tunnel erhalten soll. Zum Streitgespräch beim Wipkingerplatz treffen sich Christian Lucek, SVP-Kantonsrat und Tunnel-Befürworter, und Gabi Petri, Grüne-Kantonsrätin und Tunnel-Gegnerin.

SRF: Christian Lucek, sind Sie zufrieden, dass das Rosengarten-Projekt im Zürcher Kantonsparlament eine Mehrheit gefunden hat?

Christian Lucek: Ja, sicher. Es war zu erwarten. Der Tunnel bringt eine langfristige Verbesserung für das Quartier. Eine Stadtreparatur, die dringend nötig ist. Zudem kann das Quartier mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besser erschlossen werden.

Mehr ÖV, Beruhigung des Quartiers. Das klingt aber mehr nach Grüner Politik als nach dem Parteibuch der SVP…

Christian Lucek: Doch, wir sind für ein Miteinander der Verkehrsmittel. Das Mobilitätsbedürfnis wird zunehmen, wir müssen Lösungen für die Zukunft finden, das beinhaltet sowohl ÖV wie auch Individual-Verkehr. Wenn der Tunnel in den 30er Jahren einmal aufgeht, werden die Autos CO2-neutral unterwegs sein.

Gabi Petri, würden Sie Christian Lucek in Ihrer Partei aufnehmen?

Gabi Petri: Ganz und gar nicht, er hängt einem Mythos an. Verkehrsprobleme können nicht mit Umfahrungen oder Tunnels gelöst werden. Der Rosengartentunnel löst nichts: Luftbelastung, Lärm, Verkehrsmenge bleiben gleich. Wir hier in der Stadt wollen weniger Autos, dafür mehr Velowege und mehr ÖV.

Aber ein Tunnel, der den Verkehr unter die Erde bringt, der beruhigt doch das Quartier. Ist das nicht offensichtlich?

Gabi Petri: Nicht das ganze Quartier, da muss man genau hinschauen. Nur die halbe Strecke, etwa 600 Meter, werden beruhigt – und das für eine Milliarde Franken. Für den Rest des betroffenen Quartiers ändert sich nichts, im Gegenteil, man muss befürchten, dass es mehr Verkehr gibt, weil man dank des Tunnels ungehinderter durch das Quartier fahren kann.

Das ganze Streitgespräch finden Sie als Audiofile in diesem Artikel. Das Gespräch führte Pascal Kaiser.

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