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Zürich Schaffhausen Zürcher Obergericht stützt Kesb-Intervention

Es sind Fälle, mit welchen sich die Gerichte häufig beschäftigen. Eltern wehren sich gegen die Massnahmen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Auch in einem aktuellen Fall, mit welchem sich das Zürcher Obergericht beschäftigt hat. Eine Mutter hat gegen die Kesb Beschwerde eingereicht.

Eingangstüre mit Öffnungszeiten
Legende: Die KESB ordnete einen Beistand für eine 17-Jährige an. Dies war richtig, entschied nun das Zürcher Obergericht. Keystone

Eine 17-Jährige ging ein Jahr nicht zur Schule, war ungepflegt und kämpfte mit psychischen Problemen. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ordnete deshalb einen Beistand für die Jugendliche an. Dieser soll Mutter und Tochter unterstützen. Ohne Schulabschluss und Therapie sei das Mädchen nicht fähig, eine Ausbildungsstelle zu finden, argumentierte die KESB. Diese Massnahme der KESB wollte die Mutter aber nicht akzeptieren. Sie hatte deshalb Beschwerde beim Bezirksrat eingereicht. Das Zürcher Obergericht hat diese nun aber abgelehnt.

Hygiene weiterhin ein grosses Problem

Obwohl die Mutter versicherte, ihre Tochter habe hunderte Pflegeprodukte zuhause, empfand das Obergericht die Hygiene der 17-Jährigen immer noch als problematisch. Auch eine Lehrstelle hat die Jugendliche immer noch nicht. Die Arbeitgeber attestieren ihr jeweils, sie sei arbeitsscheu und brauche verstärkte Betreuung. Der Beistand sei deshalb gerechtfertigt, kommt das Gericht zum Schluss. Die Mutter muss die Gerichtskosten von 500 Franken deshalb übernehmen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Eltern haben primär das Sorgerecht und tragen die Verantwortung für Ihre Kinder und deren Verhalten ausserhalb des Hauses! Das bedeutet aber Sorgfaltspflicht in Bezug auf adäquate Erziehung und Sozialisation. Schaffen die Eltern/Elternteile dies nicht/nicht mehr, ist es die Aufgabe der zuständigen, geeigneten Behörden, mit der nötigen Erfahrung, Kompetenz, Disziplin, für klare Verhältnisse zu sorgen - effizient und dem Kindswohl dienend, für eine mögliche, selbständige Zukunft dieses.
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Es ist wohl einleuchtend, dass die Verursacher von Vernachlässigung oder Gewalt selbst kein Problem damit haben und die Intervention von aussen mit aller Macht zu verhindern suchen...
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  • Kommentar von Charly Ball (Charly Ball)
    Eigentlich müsste eine (evtl. überforderte ?) Mutter doch froh sein, wenn sie professionelle Hilfe erhält, stattdessen klagen....Und was nützt das "Argument", zu Hause lägen Hunderte Pflegeprodukte rum - benützen müsste man sie dann auch noch.
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