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Zürcher Problemschüler «Ich weiss mich jetzt zu beherrschen»

Er störte im Unterricht, überschritt wiederholt Grenzen. Der 14-jährige Joan war ein schwieriger Fall – bis er den Kurs «Limit» besuchte.

Legende: Audio Das Abschlussgespräch mit Joan: Wie hat er sich verändert? abspielen. Laufzeit 05:24 Minuten.
05:24 min

Sekundarschüler Joan war für seine Lehrerin und seine Klassenkameraden zur Belastung geworden. Er verursachte ständig Unruhe, gab dumme Kommentare ab, liess jeglichen Respekt vermissen. Gut, meint Joan heute, dass er an einem «Limit»-Kurs mitmachen konnte.

Ich bin froh, konnte ich dorthin gehen. Es hat sich positiv auf mein Schulleben ausgewirkt.
Autor: JoanTeilnehmer «Limit»-Kurs

Auch sein Umfeld, die Mutter, die Lehrerin, die Kursleiterin stellen eine grosse Veränderung fest. Joan ist zwar noch nicht ganz am Ziel, aber auf sehr gutem Weg.

Was ist «Limit»?
«Limit» ist ein Angebot der stadtzürcher Suchtpräventionsstelle, Link öffnet in einem neuen Fenster. Der «Kurs in Lebenskompetenz» wurde 2007 geschaffen. Als Reaktion auf Nachfragen von Lehrpersonen, die mit ihrem Latein am Ende waren. «Limit» kommt dann zum Zug, wenn andere Lösungsversuche der Schule oder der Schulsozialarbeit keinen Erfolg hatten.

Wie funktioniert «Limit»?
Der Kurs richtet sich an Oberstufenschüler in der Stadt Zürich. In Achtergruppen treffen sie sich ausserhalb der Schule, sechs Mal, jeweils am Mittwochnachmittag. Dort lernen sie unter anderem in Rollenspielen, ihr Verhalten zu ändern.

Wie erfolgreich ist «Limit»?
Die Fachleute zeigen sich erfreut, wie positiv die Jugendlichen auf diese Kurse ansprechen. Die Erfahrungen in den letzten 10 Jahren zeigten, dass sich 80 Prozent der Jugendlichen bereits während des Kurses positiv entwickelten, die restlichen später, erklärt Kursleiterin Dörte Wurst im Interview.

Wo hat «Limit» Grenzen?
Der Kurs ist auf die Bereitschaft der Schüler angewiesen, ihr Verhalten zu ändern. Und das ganze Umfeld, Schule und Eltern, müssen mit an einem Strick ziehen. «Limit» versteht sich als Frühintervention. Es sei wichtig, einen Schüler, eine Schülerin rechtzeitig anzumelden, erklärt Dörte Wurst. Wenn der richtige Zeitpunkt verpasst wurde, dann werde es schwierig.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)

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