Zum Inhalt springen

Zürcher Regierungsratswahlen Ein Nerd für die Grünliberalen

Er fällt auf mit seinem Rossschwanz und bezeichnet sich selber als «Nerd»: Jörg Mäder ist Regierungsratskandidat der GLP.

Blumen für den Sieger: Jörg Mäder nach der Nomination.
Legende: Blumen für den Sieger: Jörg Mäder nach der Nomination. zvg/Michel Hautle

Vor vier Jahren hatten sich die Grünliberalen noch nicht in den Regierungsratswahlkampf gestürzt. Nun wagen sie eine Kandidatur, und sie meinen es ernst damit: Als viertstärkste Partei im Kanton Zürich habe die GLP «einen legitimen Anspruch auf einen Regierungsratssitz», sagte Vizepräsidentin Judith Bellaiche an der Nominationsversammlung.

Es gelte, an den Erfolg aus den kommunalen Wahlen in diesem Frühling anzuknüpfen, meinte auch Parteipräsident Thomas Maier. Die GLP schaffte in verschiedenen Gemeinden den Sprung in die Exekutive, so auch in der Stadt Zürich. «Wir sind keine Parlamentarier-Partei mehr, wir haben auch Köpfe», sagte denn auch Jörg Mäder im Verlaufe des Abends.

Der Mann fällt auf durch seine Frisur: Lange braune Haare, zusammengebunden zu einem Rossschwanz. Bei der Vorstellungsrunde bezeichnete er sich selber als «Nerd», als Computerfreak. Der 43-jährige Kantonsrat und freischaffende Programmierer wurde von den Parteimitgliedern in geheimer Wahl im dritten Wahlgang mit 75 Stimmen gewählt.

Ich sehe mich als Vertreter der digitalen Generation
Autor: Jörg MäderRegierungsratskandidat GLP

Im Wahlkampf will Mäder «stark auf online» setzen und direkt mit den Wählern kommunizieren. Er sieht sich als Vertreter der «digitalen Generation». Wichtig sei ihm auch, die Energiewende im Kanton Zürich umzusetzen.

Bündnisfrage noch nicht geklärt

Ob die GLP im Wahlkampf mit anderen Parteien zusammenarbeiten wird, ist noch nicht entschieden. Entsprechende Gespräche würden nun aufgenommen, die Partei sei offen, meinte Präsidentin Bellaiche auf Anfrage.

Der erste Wahlgang für den Zürcher Regierungsrat findet am 24. März 2019 statt. Es zeichnet sich bereits heute ab, dass der Wahlkampf intensiv ausfallen dürfte und bei Podiumsdiskussionen grosse Bühnen benötigt werden: Denn alle zehn im Kantonsrat vertretenen Parteien wollen mit mindestens einem Kandidaten ins Rennen um die sieben Sitze steigen.

Sollte er gewählt werden, dürfte er der erste Zürcher Regierungsrat mit Rossschwanz werden. «Der Rossschwanz ist mein Markenzeichen und er gefällt mir. Ich werde ihn sicher nicht abschneiden».

Diese Parteien und Figuren kämpfen um einen Sitz in der Kantonsregierung

Partei
Kandidatinnen und Kandidaten
SVPNatalie Rickli (Nationalrätin), Kurt Hottinger (Stadtrat Kloten)
FDPMartin Farner (Kantonsrat), Jörg Kündig (Kantonsrat), Thomas Vogel (Kantonsrat)
bereits nominiert:
GLPJörg Mäder (Kantonsrat)
GrüneMartin Neukom (Kantonsrat)
EVPHanspeter Hugentobler (Kantonsrat)
BDPRosmarie Quadranti (Nationalrätin)
EDUHans Egli (Kantonsrat)

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.