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Zürcher Trinkwasserversorgung Wasser-Netzwerke werden immer wichtiger

Legende: Audio Neue Wege in der Wasserversorgung abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
02:00 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 08.11.2018.

Der Herbst geht weiter, wie der Sommer aufgehört hat: Zu trocken und zu warm. Laut Daniela Schmucki von SRF Meteo ist keine Änderung in Sicht. «Grosse Regenmengen sind nicht zu erwarten», sagt sie mit Blick auf die Wetterkarten.

Trinkwasserversorgung ist gewährleistet

Trotz tiefem Grundwasserspiegel sei die Trinkwasserversorgung nach wie vor gut in der Region Zürich, «dank dem Zürichsee und ergiebigen Grundwasservorkommen im nördlichen Teil des Kantons», sagt Wolfgang Bollack, Sprecher der Zürcher Baudirektion. Für viele Gemeinden reichen diese zwei Quellen bis jetzt aus, sie sind mit Ihnen vernetzt.

«Quellen bringen nur noch zehn Prozent»

Gemeinden, wie Illnau-Effretikon, die sich aus eigenen Quellen mit Trinkwasser versorgen, sind aber je länger je mehr auf externe Hilfe angewiesen. «Unsere eigenen Quellen bringen zum Teil nur noch zehn Prozent der Menge, die sie normalerweise um diese Jahreszeit liefern, sagt Tiefbauvorsteher Erik Schmausser (GLP) . Die Bevölkerung muss Wasser sparen. Vollbäder nehmen oder das Auto waschen ist nicht opportun.

Die Gemeinde bezieht ihr Wasser aus einem benachbarten Verbund, die Konditionen sind vertraglich festgelegt. Eine Massnahme, die der Kanton allen Gemeinden ans Herz legt. «Der Kanton hält die Gemeinden dazu an, die Wasserversorgung durch ein zweites Standbein zu sichern», bestätigt Wolfgang Bollack.

Wasser sparen - neu auch bei den Grossverbrauchern

In Illnau-Effretikon denkt man derweil schon weiter in die Zukunft. Denn externe Wasserversorgung ist teuer und ein Problem, das sich wegen des Klimawandels noch weiter verschärfen könnte. Eine Arbeitsgruppe prüft zurzeit verschiedene Optionen. Eine bezieht neu auch die Unternehmen in der Region mit ein. «Wir sehen, ob wir mit den Grossverbrauchern in einen Dialog kommen können», sagt dazu Erik Schmausser. Auch sie könnten mithelfen, in diesen trockenen Zeiten Wasser zu sparen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Wasser, Land und Luft sind kostbare und unbezahlbare Güter, die allen Menschen zustehen. Kein Grosskonzern sollte sich so etwas sein 'Eigen' nennen. Keine Gemeinde darf Wasser an irgendwen verquanten. Das Land gehört den Gemeinden, die diese im Baurecht vergeben können .... ein demokratischer Schritt. Den Mut und den Willen dazu müssen wir Alle noch fleissig entwickeln und üben.....
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Die Zeichen der Zeit richtig deuten heisst: realisieren, dass solche "Durststrecken" häufiger werden. Bevölkerungswachstum ist ganz sicher nicht die richtige Antwort darauf, und Wassernetzwerke sind eine zeitlich wie räumlich begrenzte Umgehung des Problems. Spätestens, wenn hierzulande das Trinkwasser chlorert wird, werden die Gegner solcher Feststellungen sehr kleinlaut werden.
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