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Zürcher Umweltbericht Der Lebensraum für Mensch und Tier ist unter Druck

Im Kanton Zürich verschwinden immer mehr Tiere und Pflanzen. Zu diesem Schluss kommt der neuste Umweltbericht.

Legende: Audio Zürcher Umweltbericht: Die Feldlerche als Beispiel für den Verlust der Artenvielfalt abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
01:18 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 29.11.2018.

Schon zum achten Mal hält der Umweltbericht schwarz auf weiss fest, wie es um Natur, Tier und Mensch im Kanton Zürich bestellt ist. Das Fazit: Die Biodiversität nimmt weiter ab. Es verschwinden immer noch viele Tier- und Pflanzenarten.

Die Tier- und Pflanzenwelt

Als Beispiel, dass sich immer mehr Tierarten aus dem Kanton zurückziehen, wird im Bericht die Feldlerche genannt. Früher noch als Allerweltsvogel bekannt, habe sich sein Bestand im Kanton Zürich in den letzten zehn Jahren halbiert. Das vor allem, weil der Lebensraum des Vogels verschwinde. Es seien zwar grosse Anstrengungen unternommen worden, um generell den Rückzug verschiedenster Tier- und Pflanzenarten zu verhindern, trotzdem sei noch keine Kehrtwende erreicht worden. Es gebe – so der Bericht – nach wie vor immer weniger Tier- und Pflanzenarten.

Der Mensch

Für den Menschen werde der Verkehr immer mehr zum grössten Sorgenkind. Dies, weil immer mehr Leute auf immer engerem Raum zusammenleben würden, heisst es im Bericht weiter. Kaum jemand steige noch auf das Fahrrad um, der Strassenlärm durch den Individualverkehr werde immer schlimmer.

Die Forderungen

Wie der Zürcher Umweltbericht zeigt, gibt es im Kanton Zürich nicht nur in diesen beiden Bereichen Handlungsbedarf. So fordert der Bericht etwa, dass in den Städten vermehrt grüne Inseln geschaffen werden. Zudem sei es wichtig, dass in der Landwirtschaft weniger Dünger eingesetzt werde.

Das sagen Grüne und FDP zum Umweltbericht

Die Grünen reagieren enttäuscht auf den Umweltbericht 2018. «Der Bericht ist ein Zeugnis des bürgerlichen Versagens in der Umweltpolitik», schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Die FDP stärkt dem Regierungsrat den Rücken. «Beispielsweise mit dem neuen Wassergesetz macht die Regierung in Sachen Renaturierung einen grossen Schritt vorwärts», sagt FDP-Kantonsrat Thomas Vogel.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Ach? Echt jetzt? Hui, woher das wohl kommt...? Ich bin völlig ratlos...
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Eines das drückt und sich relativ einfach aus der Gleichung nehmen lässt das Auto. Das sich durch eine beschämenden theromodynamischen Ineffizenz hervortut. Es fordert für sich Platz als sei es allein auf der Welt So manche Autowerbung spielt damit. Es nimmt sich öffentlichen Raum. Wird durch seine Überkapazität an Tonnage, PS einer Kriegsansage gleich, dass frau sich fragt, wie lange wir uns als eigentliche Spezies der Fussgängerinnen das noch bieten lassen?
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Liebe Frau Kunz, nicht der automobile Privatwagen ist das Grundproblem. Wir sind schlicht zu viele Leute und haben eine zu Grosse Wirtschaft für das, was unser Land hergibt. Produzieren zuviel Müll, strapazieren die Natur bis in die letzte Ecke, brauchen trotz Anstrengungen immer mehr Energie in Summe, der Guterverkehr ist grausam. DIESEN Terror sollten wir uns nicht länger beiten lassen.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Schön wieder ein Bericht und wie verändert sich die persönliche, die lokale, die regionale, die kantonale, die staatliche Dringlichkeitsstufe, repektive welche Sofortmassnahmen leiten wir jetzt ein, wirkliche Massnahmen? Keine solchen, die nur als Vorwand dienen noch mehr von irgendwelchen Schrott zu produzieren? Man wüsste so Einiges, Hilfreiches. Hic Rhodos, hic salta. Renaturierung, Rückbau von Strassen, Parkflächen, Biotope als Brücken und Hilfen. Fussverkehr priorisieren wo immer möglich.
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