Zürcher und Schaffhauser Spitäler befürchten Fachkräftemangel

In vielen Spitälern und Pflegeheimen stammt fast die Hälfte des Personals aus dem Ausland. Der Pflegebereich dürfte das Ja zu der Masseinwanderungs-Initiative deshalb in besonderem Mass spüren.

Eine Altersheimbewohnerin wird von einer Pflegefachfrau betreut. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schweizer Spitäler und Pflegeheime sind auf ausländisches Personal angewiesen. Keystone

In den letzten Jahren sei es immer schwieriger geworden, Pflegepersonal zu finden, sagt der stellvertretende Direktor des Waid-Spitals Hans-Peter Gerber. «Die Masseneinwanderungs-Initiative könnte dies verstärken.» So wie Gerber reagieren die meisten Spital-Verantwortlichen in der Region. Dies zeigt eine Umfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen.» Alle sind sich aber auch einig, dass nun erst einmal abgewartet werden müsse.

Deutliche Worte findet die Präsidentin des Berufsverbandes der Pflegerinnen und Pfleger in Zürich, Schaffhausen und Glarus, Regina Soder: «Für unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen ist das Abstimmungsresultat ein Schlag ins Gesicht.» Man müsse sich vor Augen halten, dass ganze Abteilungen nicht mehr funktionsfähig wären ohne sie.