Zürcher Unfallbrennpunkte «Leitplanken würden diese Kurve unsicher machen»

Wie Unfallopfer verhindert werden können: Ein Experte erklärt die neusten Sicherheitsmethoden für Zürcher Strassen.

Strasse durch den Wald Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die scharfe Kurve zwischen Maur und Ebmatingen ist vielen Autofahrern ein Dorn im Auge. SRF

Sie hat den Übernamen «Horror-Kurve». Die Kurve im Wald zwischen Maur und Ebmatingen. Zwei Autos stürzten in den letzten 5 Jahren die Böschung hinunter, ins Tobel. Der Schock bei der Bevölkerung war gross und der Gemeinderat von Maur forderte beim Kanton eine Leitplanke. Allerdings ohne Erfolg.

Anfangs Jahr entschied der Kanton: Es gibt keine Leitplanke. Die Kurve würde dadurch nicht sicherer, sagt Stevan Skeledzic, Leiter der Fachstelle Sicherheit beim Zürcher Tiefbauamt. Wenn ein Auto in die Leitplanke krache und dadurch auf die Gegenfahrbahn gerate, könnten die Unfallfolgen viel schlimmer sein. Andere Autos würden dadurch gefährdet.

«  Wenn ein Auto in die Leitplanke kracht, könnte das viel schlimmere Folgen haben. »

Stevan Skeledzic
Leiter Fachstelle Sicherheit

Ein weiterer Grund gegen eine Leitplanke in Maur: Es passieren dort kaum Unfälle mit Verletzten. Weniger als 0,2 Unfälle pro Jahr, sagt die Statistik. Die Leitplanken-Norm ist damit nicht erfüllt.

Seit einem Jahr setzt der Kanton Zürich auf neue Sicherheits-Instrumente, kurz «ISSI». Der Bund stellt sie den Kantonen zur Verfügung.

Der Kanton Zürich setzte die Instrumente ein, um herauszufinden, wie die Sicherheit der Kurve in Maur verbessert werden kann. Und erkannte: Statt Leitplanken braucht es Kurven-Markierungen. Stevan Skeledzic: «Wir haben nun die Leitpfosten dichter aufgestellt und mehr Schilder montiert, welche auf die Kurve hinweisen.»