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Integration an der Fachschule Zürich bietet Berufsvorbereitungsjahr für alle - wirklich alle

Egal ob mit Blindenstock, im Rollstuhl oder mit Lernschwierigkeiten. In der Stadt Zürich beginnen 62 Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen ein Berufsvorbereitungsjahr an der Fachschule Viventa.

Legende: Audio Der erste Schultag für die neuen Viventa-Schülerinnen und Schüler (21.8.2017) abspielen. Laufzeit 03:51 Minuten.
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Integration soll nicht mit der Volksschule enden, sagt sich die Stadt Zürich und führt ab diesem Schuljahr ein neues Angebot ein. Schülerinnen und Schüler aus drei städtischen Sonderschulen werden an der Viventa ihren Eignungen und Fähigkeiten entsprechend auf die Berufswelt vorbereitet. Für CVP-Schulvorsteher Gerold Lauber ist das ein Schritt hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit.

SRF: Was verspricht man sich von diesem neuen Angebot an der Fachschule Viventa?

Gerold Lauber: Für die Betroffenen ist das eine echte Chance. Hier werden sie individuell begleitet und kommen auch mit anderen Schülern in Kontakt, die diese Beeinträchtigungen nicht haben. Alles läuft unter dem Titel Integration und ich glaube, damit sind wir schweizweit einmalig.

Ist das ein erster Schritt zur vollständigen Integration?

Das Volksschulgesetz schreibt die Integration vor. Wir haben uns in Zürich Jahrzehnte lang auf Separation spezialisiert. Die Frage war immer, wie muss ein Kind sein, damit es in die Volksschule passt. Diese Frage war falsch. Heute heisst es: Wie müssen wir die Schule organisieren, damit wir möglichst alle aufnehmen können. Dank diesem neuen Angebot sollen diese Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen nicht mehr in Sonderklassen unter sich unterrichtet werden, sondern in der Fachschule Viventa mit allen zusammen.

Das erklärte Ziel ist es, sie auf den Berufsalltag vorzubereiten. Wie erfolgsversprechend ist das?

Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir für viele Schüler eine Anschlusslösung finden. Aber es gibt natürlich auch Grenzen. Gerade bei Schülern, die mehrfach behindert sind und die eine rund um Betreuung brauchen. Klar ist aber, die 62 Schülerinnen und Schüler an der Viventa, die wir begleiten, erhalten hier eine Chance, die sie sonst nicht gehabt hätten. Und das ist viel wert.

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