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Zürich Schaffhausen Zürich: Keine Schweizer Kinder mehr an internationalen Schulen

Rund 3000 Schülerinnen und Schüler besuchen internationale Schulen im Kanton Zürich - darunter auch Schweizer Kinder. Damit ist nun Schluss: Die Schulen geben ihren Widerstand gegen das Reglement des Kantons auf, welches den Schulen die Aufnahme von Schweizer Kindern verbietet.

Legende: Video «Schulverbot für Schweizer» abspielen. Laufzeit 3:04 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.10.2013.

Sieben internationale Schulen unterrichten die Kinder von Expats im Kanton Zürich - und in letzter Zeit auch immer mehr Schweizer Kinder. Denn nicht nur für die Kinder von Managern aus dem Ausland sind die Schulen attraktiv, sondern auch für Schweizer Kinder.

Zum Unmut der Zürcher Bildungsdirektion: Denn für diese Schulen gilt ein spezieller Lehrplan, Deutsch spielt eine untergeordnete Rolle. Per Reglement verbot der Kanton deshalb den Schulen, Kinder aufzunehmen, deren Eltern dauerhaft in der Schweiz leben.

Gültig für neue Schülerinnen und Schüler ab August 2014

Im Sommer 2014 tritt dieses Reglement nun in Kraft. Denn die vier Schulen, welche vor Gericht gegen das Reglement gekämpft hatten, geben auf. Sie ziehen ihren Rekurs nicht ans Bundesgericht weiter. Im Mai waren sie vor dem Zürcher Verwaltungsgericht abgeblitzt.

Daniel Sarbach von der International School Zurich North bestätigt Berichte in verschiedenen Zeitungen. «Die Erfolgsaussichten sind gering und die Kosten hoch», begründet Daniel Sarbach den Entscheid. Man arbeite gut mit der Bildungsdirektion zusammen, und dies solle auch so bleiben.

Keine Schikane

Auch im Volksschulamt betont man die gute Zusammenarbeit mit den internationalen Schulen. «Wir wollten mit den neuen Regeln den internationalen Schulen nicht das Leben schwer machen», sagt Martin Wendelspiess gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Hintergrund der Regelung sei, «dass die Kinder die Sprache und den Stoff der Volksschule kennen lernen, damit sie den Anschluss für weiterführende Ausbildungen nicht verlieren.»

Wie lange das neue Reglement der Bildungsdirektion gelten wird, ist allerdings offen. Denn ein Vorstoss im Zürcher Kantonsparlament verlangt, dass dem Kanton das Recht entzogen wird, derartige Aufnahme-Beschränkungen für Privatschulen auszusprechen. Der Vorstoss wurde im August 2012 von einer Mehrheit des Parlamentes unterstützt. Die zuständige Kommission für Bildung und Kultur wird sich demnächst damit befassen.

25 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Wick, Schwamendigen
    Aber ein Inernat im Ausland ist kein problem? Das Internationale Baccalaureate am Gymnasium Raemibuehl auch? Ueberhaupt ist der internationale Anschluss theoretisch wuenschenswert? Nur bitte ohne international Orientierte? Denen die fuer eine internationale Ausbildung zahlen wird es einfach nicht gegoennt? Warum? Weil unsere Schweizer Schulen so brilliant in den Pisa Studien abgeschlossen haben?
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      @A.Wick/Somit lebt es sich wohl besser im demokratischen Land"International"?Wieso wohnen,arbeiten und vermehren sich die"Internationalen"nicht im Land "International"das sämtliche Institutionen,dieGesetzgebung,Gerichte,Gesundheitsinstitutionen,Bildung, etc.international führt?Die"Internationalen"benutzen zwar gerne "nationale"Infrastrukturen im "international,global" wirken zu können.Mit "nationalen"gesellschaftlichen"Verpflichtungen"der weniger"rentablen Art"haben sie lieber nichts zu tun.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      @a.Wick/Wieso ist das Niveau an den öffentlichen Schulen(Pisa-Studie)gesunken?Nehme an,dank internationaler Durchmischung durch international denkende und handelnde"Uppers".Mit dem Motto die "Sahne" nach oben der"Dreck"nach unten.Die"Down-Internationalen" haben wohl nicht die gleiche Möglichkeit,ihren"Nachwuchs"ebensogut zu betreuen wie die besser gestellten Internationalen,die zwar gerne eine"nationale"Infrastruktur benutzen um sich möglichst neutral"international entwickeln"zu können.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Wenn Schweizer Kinder nicht in eine internationale Schule dürfen, gehört die Schweiz nicht mehr zu dieser Welt.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      @M.Holzhammer/In WELCHER Welt???Haben Sie sich informiert über die Qualität und das Niveau der öffentlichen Schulen z.B.in Frankreich,Italien,Spanien,Portugal?Von Übersee und anderen Kontinenten ganz zu schweigen!Wollen wir es dank internationalem,elitärem Denken auch so weit bringen?Und wissen Sie,wer in den meisten Ländern interessierte Träger der privaten Schulen sind?Religiöse Institutionen!Die Hälfte meiner Schulzeit habe ich selbst an einer Privatschule absolviert.
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  • Kommentar von Alexander Moser, Interlaken
    Hier geht es hier vor allem um eines: die (linke) Sozialindustrie kämpft um einen ihrer lukrativen Wirtschaftszweige. Gerade die Bildung liegt ihnen besonders am Herzen, lassen sich dort die Schüler doch schon in frühen Jahren "auf den richtigen Kurs trimmen." Als nächstes werden wohl Privatschulen wie die Steinernschule, Montesori, usw... verboten, auch die haben "zu viele Freiheiten" und halten sich nicht an die linke Doktrin, Kinder zu getreuen Genossen und und Gutmenschen "abzurichten"
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      @A.Moser/Sie können den Linken alles unterstellen,was Ihnen beliebt.Die Schule ist eine politische Angelegenheit.In der Schweiz ringen auf allen Ebenen mehrere politische Parteien(inkl.Basis,auf allen Ebenen/Gerichte inkl.)um Lösungen.In allen Gremien sind die verschiedensten politischen Meinungen vertreten.Die Schule war bisher für die Schweiz u.a.auch eine nationale Identitätsplattform(Militär).Wir versuchen weiterhin auf demokratischer Basis zusammen zu leben.Ohne Parallelgesellschaften.
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    2. Antwort von Hans Knecht, Torny
      @A.Käser, "eine Schule darf nicht eine politische Angelegenheit werden in der Politiker oder die Wirtschaft bestimmt was unterrichtet wird, sondern die Eltern direkt müssen die Wahlfreiheit haben. Ansonsten wird die Demokratie untergraben", Zitat eines Polen der dort im Sozialismus aufwuchs. Parallelgesellschaften wird es wohl immer geben, oder wollen sie etwa Golfclubs für Reiche verbieten?
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    3. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Von einer Demokratie kann man nur sprechen, wenn es in dieser auch unterschiedliche Ansichten gibt. Wenn aber durch eine Einheitsschule alle Absolventen das selbe Gedankengut haben, für was braucht es dann noch eine Demokratie? Etwas zur Bestätigungs des Egos derjenigen die das Sagen haben?
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    4. Antwort von A.Käser, Zürich
      @H.Knecht/Meines Wissens werden in Golfclubs nicht schon Kinder in Grundfächer unterrichtet.Ausserdem sind Golfclubs freiwillig und bereiten Menschen nicht auf ihr Leben im Alltag vor.Wieso sollte eine Schule keine politische Angelegenheit sein?Politik ist eine organisierende Plattform innerhalb einer Gesellschaft.Da in einer Gesellschaft ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis besteht,ist die Schule ein tragender Pfeiler davon.
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    5. Antwort von A.Käser, Zürich
      @H.Knecht/Meines Wissens hatten die Schweizer immer schon unterschiedliche Meinungen und Ansichten.Trotz öffentlichem Schulsystem.Möglicherweise ist gerade dieses eine gute Übungsplattform um Verschiedenheit zu verstehen,zu erleben,zu akzeptieren und trotzdem noch zu einer eigenen Persönlichkeit zu finden.Eine Sozialisationsplattform.Soviel ich weiss,sind unsere Schulen noch keine"Gehirnwaschanstalten".
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