Zürich rüstet sich gegen die Kirschessigfliege

Letzten Sommer liess sie Obst und Trauben verfaulen: die Kirschessigfliege, ein neuer Schädling aus Asien. 800 Fachleute aus aller Welt trafen sich vor kurzem im deutschen Offenburg zu einer Tagung, um über das lästige Tier zu beraten. Der Kanton Zürich war auch vertreten.

Mann in Rebberg schneidet Trauben Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Albtraum aller Winzer: Die Maden der Kirschessigfliege nisten sich gern in Trauben ein. Keystone

«Man kocht überall nur mit Wasser, aber man kocht!» So bilanziert Andreas Wirth seinen Besuch der Fachtagung in Offenburg. Das ideale Rezept gegen die Kirschessigfliege habe zwar noch niemand gefunden, doch werde weltweit viel über den Schädling geforscht und viel Erfahrung ausgetauscht.

Neu war für Wirth beispielsweise die Information, dass sich Kirschessigfliegen an Kälte gewöhnen, zu stärkeren Arten mutieren und auf diese Art strenge Winter überleben können. Aufgrund der Erkenntnisse aus Offenburg werden sich die Spezialisten am Strickhof nun neue Präventivmassnahmen ausdenken, um diese rechtzeitig an Obst- und Rebbauern weiterzugeben.

Dass der Schädling auch 2015 wieder angreife, sei nicht zu verhindern, sagt Andreas Wirth. Aber: «Man wird sich dieses Jahr nicht mehr von der Kirschessigfliege überrumpeln lassen, sondern einen kompetenteren Umgang mit ihr haben.»