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Zürich übt Zivilcourage Wann greifen Sie ein?

Eine Gruppe junger Männer pöbelt im Tram einen schwarzen Mann an. Eingreifen? Die Polizei alarmieren? Oder wegschauen? Zürcherinnen und Zürcher sollen in Alltagssituationen zivilcouragierter handeln, wünschen sich die Stadtpolizei Zürich und die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ). Sie lancieren deshalb eine neue Präventionskampagne «Andrea kann HEH! Und du?». HEH steht dabei für «Hinschauen! Einschätzen! Handeln!».

Elektronisches Schattentheater

Während zweier Jahren tourt die Stadtpolizei Zürich dazu mit einem «Live-Experience-Projektor» durch die Stadt. In diesem umfunktionierten Lastwagenanhänger kann sich die Bevölkerung mit einem elektronischen Schattenspiel in Zivilcourage üben. Zudem gibt es neben einer Plakatkampagne einen Online-Selbsttest, der in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich ausgearbeitet wurde.

Dank diesem Test könne man sein eigenes Verhalten in ganz spezifischen Situationen reflektieren, heisst es bei den Kampagnenverantwortlichen. Denn nicht immer sei klar, welches Verhalten in welcher Situation das richtige sei. Zivilcourage habe deshalb weniger mit Mut als mit Wissen und Handlungskompetenz zu tun, sagt die Psychologin Veronika Brandstätter-Morawietz von der Universität Zürich.

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