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Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh: «Ich bin zufrieden und sehr erleichtert.»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 13.08.2020.
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Zürichs Hilferuf wurde erhört Gesuche für Kurzarbeit werden nicht komplizierter

Der Bundesrat verlängert das vereinfachte Kurzarbeitsverfahren um vier Monate. Der Kanton Zürich reagiert erleichtert.

Ende März hatte der Bundesrat das Verfahren, um Kurzarbeitsentschädigungen zu erhalten, massiv abgespeckt. Statt detaillierter Angaben brauchte es im vereinfachten Verfahren nur noch allgemeine Auskünfte zum wirtschaftlichen Zustand des Unternehmens. So sollten Firmen während des Corona-Lockdowns schneller an Geld kommen und die kantonalen Arbeitsämter entlastet werden.

Die Angst vor Massenentlassungen

Nun hat der Bundesrat entschieden, dass die Kantone dieses einfachere Verfahren noch bis Ende Jahr anwenden können – anstatt wie ursprünglich geplant nur bis Ende August. «Ich bin natürlich sehr zufrieden und erleichtert», sagt Zürichs Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Keine Verlängerung des vereinfachten Kurzarbeitsverfahrens hätte dem Kanton Zürich grosse Probleme beschert.

Vor diesen Problemen hatte Walker Späh bereits kürzlich gewarnt. Sie befürchtete, dass das kantonale Arbeitsamt unter der Flut von Gesuchen erdrückt worden wäre, hätte es alle Anträge wieder detailliert prüfen müssen. «34'000 Betriebe sind betroffen, 390'000 Arbeitnehmende», so Walker Späh. Der Kanton warnte: Als Folge würde es in den Betrieben zu Massenentlassungen kommen.

Neue Lageanalyse im Herbst

Die Erfahrungen mit dem einfachen System erachtet der Kanton Zürich bislang als positiv. Dass Leute es ausnützen würden, um illegal an Geld zu kommen, glaubt Walker Späh nicht. «Ich glaube an die Leute, ich glaube an die Ehrlichkeit.» Zudem seien aber auch Sicherheitsmassnahmen im System installiert worden, um mittels Stichproben herauszufinden, ob Leute betrügen.

Langfristig hofft die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion, dass sich die Situation um die Kurzarbeitsgesuche entspannen wird. Aber, so Walker Späh, sie müsse auch von einem Szenario ausgehen, dass das Coronavirus den Kanton noch länger beschäftigen werde. Für diesen Fall bräuchte es im Herbst eine erneute Lagebeurteilung.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr;

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