Zugunfall in Rafz: Aufräumarbeiten dauern länger als gedacht

Am Freitag fuhren in Rafz zwei Züge seitlich ineinander. Sechs Personen wurden verletzt. Nun haben die SBB mit den Aufräumarbeiten begonnen. Diese dauern allerdings bis Dienstag, denn die SBB müssen 60 Meter Schiene und eine Weiche ersetzen. Zur Unfallursache gibt es bisher bloss Spekulationen.

Eine Zuglok, die an der Seite aufgeschnitten wurde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Zugführer wurde beim Unfall am Bahnhof Rafz schwer verletzt. Er musst aus dem Führerstand geschnitten werden. SRF/Kay Schubert

Der Bahnhof Rafz bleibt noch bis am Sonntag gesperrt. Die SBB haben zwar die Züge von den Schienen gehoben, doch die Fahrbahn und eine Weiche sind beschädigt und müssen ersetzt werden.

Nach dem Zusammenstoss vom Freitagmorgen bleibt die Frage, wie der Unfall passieren konnte, bei dem sechs Personen verletzt wurden. Klar ist, dass der Bahnhof über ein modernes Sicherungssystem verfügt, das den Zug bremsen müsste, wenn ein Rotlicht überfahren wird. Mehrere Medien berichteten jedoch, dass die S-Bahn am Freitagmorgen – wie üblich – die Richtung wechselte und das Sicherungssystem in diesem Fall nicht funktioniere.

Ob dies ein Grund für den Unfall sein könnte, bleibt offen. Die SBB wollen am Mittwoch über erste Erkenntnisse zur Unfallursache berichten.