Zuschauerrekord am 9. Zurich Film Festival

Grosser Erfolg für das 9. Zurich Film Festival. Es kamen rund
71 000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einer Zunahme von 20 Prozent. Die Veranstalter sind sehr zufrieden.

Grosse Gala zum Schluss im Opernhaus: Die Verleihung der Preisträger in den verschiedenen Wettbewerben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grosse Gala zum Schluss im Opernhaus: Die Verleihung der Preisträger in den verschiedenen Wettbewerben. Keystone

«Wir hatten Glück mit dem Wetter», nennt Festival-Sprecher Beat Glur einen Grund für den Erfolg. «Aber das Festival ist auch immer etablierter und so wird das Interesse des Publikums immer grösser», sagt Glur gegenüber dem «Regionaljournal Zürich/Schaffhausen» weiter.

Beim Start hätten sie nie an einen solchen Erfolg geglaubt, sagt Glur weiter: «Wir hätten nie gedacht, dass wir soviel erreichen». Im nächsten Jahr findet das 10. Festival statt. «Im Hinblick auf das Jubiläum wollen wir etwas konsolidieren». Es gehe nicht darum, immer noch grösser zu werden. «Wir wollen unser Profil schärfen und ein Festival bleiben, dass sich um das junge Kino kümmert», so Glur. Festhalten wolle man jedoch auch an den Gala-Premieren und den Auftritten von grossen Stars wie dieses Jahr Hugh Jackman oder Harrison Ford.

Hauptpreis ging nach Mexiko, Dokfilmpreis für in Schweiz

Der Hauptpreis des diesjährigen Zurich Film Festivals geht an den mexikanischen Film «La Jaula De Oro». Der Schweizer Dokumentarfilm «Neuland» wurde bei der Preisverleihung im Opernahus am Samstag ebenfalls mit einem «Goldenen Auge» ausgezeichnet.

Der Film von Anna Thommen zeigt Schülerinnen und Schüler einer Basler Integrationsklasse. Der Beitrag setzte sich im Dokumentarfilmwettbewerb der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz durch.

Der mit dem Hauptpreis gekürte Film «La Jaula De Oro» von Diego Quemada-Diez handelt von einer Gruppe Teenager und ihrer beschwerlichen Reise von Guatemala City nach Kalifornien unter dem Motto «Im Norden ist alles besser». Petra Volpes Werk «Traumland», das sich der Strassenprostitution am Zürcher Sihlquai annimmt, ging leer aus.