Direktabzug Einkommenssteuern
Kanton Basel-Stadt: Grossratsbeschluss vom 22. Oktober 2025 betreffend Änderung des Gesetzes über die direkten Steuern (Steuergesetz, StG)
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JA
34'312 Stimmen
-
NEIN
30'001 Stimmen
Der Entscheid ist eine Schweizer Premiere: Das neue Steuersystem von Basel-Stadt dürften auch andere Kantone genau beobachten.
Damit sollen in Basel-Stadt künftig 10 Prozent des Bruttolohns von Angestellten direkt von den Steuern abgezogen werden. Wer dies nicht möchte, muss sich abmelden. Es ist ein sogenanntes Opt-out-Prinzip. «Die Freude ist gross», sagt Pascal Pfister, SP-Grossrat und Geschäftsleiter von Schuldenberatung Schweiz.
Das ist ein Meilenstein in der Schuldenprävention.
Basel-Stadt ist der erste Kanton der Schweiz mit einem direkten Steuerabzug. «Das ist ein Meilenstein in der Schuldenprävention. Damit wird eines der wichtigsten Themen der Verschuldung angegangen, nämlich die Steuerschulden», so Pfister weiter. Der Geschäftsleiter der Schuldenberatung Schweiz ist überzeugt, dass der Direktabzug Signalwirkung für andere Kantone haben wird.
Dies ist der Gegenvorschlag des Basler Parlaments auf eine Initiative der SP, die den Direktabzug der Steuern forderte. Das Parlament hat diesen Gegenvorschlag denkbar knapp angenommen, mit 49 zu 48 Stimmen. Teil des Kompromisses ist, dass nur Unternehmen betroffen sind, die mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Für kleinere Firmen ist es freiwillig.
Gemäss der «Basellandschaftlichen Zeitung» schätzt das Basler Finanzdepartement, dass rund 26'000 Personen für den Abzug infrage kommen.
Weil die Wirtschaftsverbände aber das Referendum ergriffen haben, hat Basel über die Vorlage abgestimmt.
Neues System soll Steuerschulden verhindern
Befürworter sehen im neuen System vorwiegend eine Hilfe im Alltag. Der automatische Abzug soll verhindern, dass Steuerrechnungen zu finanziellen Problemen führen. «Wir hoffen, dass sich nun weniger Leute verschulden und in eine Abwärtsspirale geraten», sagt Pfister. Die Zahlungen würden gleichmässig über das Jahr verteilt und wären so besser planbar.
Gegner appellierten an Eigenverantwortung und warnten vor Bürokratie
Gegner kritisierten hingegen den zusätzlichen Aufwand für Unternehmen. Diese müssen die Abzüge organisieren und werden stärker in die Steuererhebung eingebunden. Allerdings sei das schwer zu kommunizieren gewesen, sagt Dominik Marbet, Direktor des Arbeitgeberverbands Basel-Stadt, nach der Niederlage: «Die wenigsten Bürgerinnen und Bürger sind davon betroffen.»
Es war schwierig, die Bürgerinnen und Bürger über die negativen Auswirkungen zu informieren.
Eine Rolle gespielt habe auch die Option, dass man sich auch vom direkten Steuerabzug abmelden können, analysiert Marbet weiter. Mit dem Entscheid hätten Angestellte neu verschiedene Optionen, während grossen Firmen ein Mehraufwand aufgebürdet werde. Weiter befürchten die Gegner, dass die Eigenverantwortung der Steuerpflichtigen geschwächt wird.
Weitere Abstimmungsergebnisse aus Basel-Stadt
Initiative «Neues Stadttaubenkonzept»
Kanton Basel-Stadt: Initiative für ein «Neues Stadttaubenkonzept Kanton Basel-Stadt»
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JA
23'084 Stimmen
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NEIN
40'630 Stimmen
Gegenvorschlag
Kanton Basel-Stadt: Gegenvorschlag zur Initiative «Neues Stadttaubenkonzept»
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JA
41'519 Stimmen
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NEIN
19'756 Stimmen
Herzstück und Bahnknoten Basel
Kanton Basel-Stadt: Finanzierung der weiteren Arbeit im Zusammenhang mit dem Herzstück und dem Bahnknoten Basel
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JA
35'952 Stimmen
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NEIN
28'029 Stimmen
«Klybeckinsel-Volksinitiative»
Kanton Basel-Stadt: Kantonale Initiative «Für die Wiederherstellung und Wiederaufforstung der ehemaligen Klybeckinsel»
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JA
24'222 Stimmen
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NEIN
39'186 Stimmen