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Ex-Stadtrat Martin Waser (links) und Ex-Stadtpräsident Josef Estermann im Streitgespräch
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 15.01.2020.
abspielen. Laufzeit 19:31 Minuten.
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Abstimmung Zürcher Rosengarten Dringende Entlastung oder überteuerter Milliardenbau?

Am 9. Februar stimmt der Kanton Zürich über das Rosengarten-Projekt ab – das Milliardenprojekt auf einen Blick.

Darum geht es: Die Rosengartenstrasse im Zürcher Stadtteil Wipkingen ist eine der am stärksten befahrenen Strassen der Schweiz. Bis zu 56'000 Autos und Lastwagen passieren sie täglich. Dies führt zu viel Lärm, Abgasen und Staus im Wohngebiet. Mit einem Milliardenprojekt wollen Stadt und Kanton Zürich die Situation beruhigen: Ein Strassentunnel soll den oberirdischen Verkehr entlasten, zwei Tramlinien den öffentlichen Verkehr stärken.

Die wichtigsten Eckdaten:

DER TUNNELDAS TRAM
2.3 Kilometer Länge
3.1 Kilometer Länge
2 Röhren mit je 2 Spuren
2 Tramlinien zwischen Milchbuck und Albisriederplatz

Das sind die Kosten: Das Gesamtprojekt kostet rund 1,1 Milliarden Franken. 48 Millionen Franken davon finanziert die Stadt Zürich, über eine Milliarde Franken bezahlt der Kanton. Ob sich der Bund finanziell am Rosengartentunnel beteiligt, ist noch offen.

Das sagen die Befürworter: Regierungsrat, Kantonsrat und Zürcher Stadtrat stellen sich hinter das Projekt, ebenso wie bürgerliche Parteien. Es sei das einzige Rezept, das Wohngebiet Wipkingen vom Verkehr zu entlasten. Die Befürworter beschwören, der Verkehr werde insgesamt nicht zunehmen. Zwischen Stadt und Kanton gibt es eine Vereinbarung: Sie sieht vor, dass bei einer Verkehrszunahme Gegenmassnahmen ausgearbeitet werden. Zudem komme die Stadt Zürich nur dank dem Milliardenprojekt zu einer für sie wichtigen Tramverbindung.

Parolen der Parteien im Kantonsrat:

JA-PAROLE
NEIN-PAROLE
SVP / FDP / EVP / EDU
SP / GRÜNE / GLP / CVP / AL

Das sagen die Gegner: Der Stadtzürcher Gemeinderat, Linke und Mitte-Parteien lehnen das Projekt ab. Sie kritisieren, die Kosten seien unverhältnismässig hoch. Gleichzeitig sei der Nutzen für das Quartier Wipkingen zweifelhaft: Gebäude würden abgerissen, Bäume zerstört und die jahrelange Bauzeit sei für Anwohnerinnen und Anwohner eine Zumutung. Ausserdem befürchten die Gegner, dass wegen der zusätzlichen Tunnelspuren mehr Autos durch Zürich fahren werden als heute.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Das geplante Milliardenloch bringt den Verkehr nicht zum Fliessen, verfehlt also den versprochenen Hauptzweck für den Kt, der Bau belastet das Quartier 10 J in unzumutbarer Weise, Grünflächen verschwinden unter Asphalt, Wer nicht selber von der Wertsteigerung der Grundstücke profitiert, wird aufgrund von Mietzinserhöhung oder Abbruch von 12 Wohnblöcken aus dem Quartier vertrieben.
    Das Tram ist eine Fehlplanung. Es schafft neue Verkehrsprobleme und hat nur den Zweck Grüne und Linke zu ködern.
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Wozu braucht Zürich den Rosengartentunnel, wenn sie Autos sowieso generell über den Klassenfeindreflex verbrämen? Ich sage jedenfalls Nein. Als Reaktion auf Zürichs ideologische Verkehrsdoktrin.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die Fantasielosigkeit der weiter - Volks-Steuergelder verschwendende - "Übelbekämpfung" lancierenden zuständigen Herrschaften von Regierung und Bundesamt für Verkehr! Wann wird effektiv im Schweizer Verkehrs-Chaos, "Ursachen-Verursachungs-Behebung/Reduzierung/Verbesserung" gemacht?
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    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Gar nie. Der Wachstumsfetisch ist monetär zu erektil.
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