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Regierungsratswahl Baselland SVP ist mit Matthias Liechti wieder zurück in der Regierung

Es war ein veritabler Wahlkrimi: Nur rund 1100 Stimmen mehr holt SVP-Kandidat Matthias Liechti bei der Regierungsratswahl in Baselland. Philipp Schoch von den Grünen geht leer aus.

Bis die letzte Gemeinde ausgezählt war, blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch schliesslich machte SVP-Mann Matthias Liechti das Rennen mit nur rund 1100 Stimmen Unterschied gegen Grünen-Kandidat Philipp Schoch. «Ich habe noch nie so oft Refresh gedrückt bei einer Webseite», sagte Sieger Liechti nach seiner Wahl.

«Knappes, aber nicht überraschendes Wahlresultat»

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Kurzeinschätzung von Patrick Künzle, Leiter der SRF-Regionalredaktion beider Basel

Das Resultat bei den Regierungsratswahlen in Baselland ist sehr knapp, aber es ist keine Überraschung. Bestätigt haben sich zwei Dinge: Erstens, wenn die Bürgerlichen zusammenspannen, gewinnen sie auch. Und zweitens, wenn die SVP einen gemässigten Kandidaten aufstellt, wird der auch gewählt.

Die SVP ist vor drei Jahren nur deshalb aus der Regierung geflogen, weil ihre Kandidatin Sandra Sollberger damals zu stark polarisiert hat. Jetzt hat die SVP mit Matthias Liechti einen konzilianten Kandidaten gebracht, der niemandem weh tut. Und tatsächlich klappte es auch mit der Wahl.

Die Linken – auf der anderen Seite – können sich nichts vorwerfen lassen, ihr Kandidat Philipp Schoch hat das Wählerpotential von Mitte-Links ausgeschöpft.

Das zeigt: Wenn die Bürgerlichen im Baselbiet keine Fehler machen, dann reicht es für die Wahl.

Somit holt die SVP wieder einen Sitz in der Baselbieter Regierung und verdrängt die Grünen aus dem Gremium. Seit dem Rücktritt von Thomas Weber vor drei Jahren war die Volkspartei nicht mehr Teil der Regierung, obwohl die SVP die wählerstärkste Partei ist im Kanton.

Ein Mann in einem blauen Anzug und eine Frau mit langen Haaren stehen nebeneinander in einem Innenraum.
Legende: Frisch gewählter Regierungsrat: Matthias Liechti kommt mit seiner Frau im Regierungsgebäude in Liestal an. Keystone/Georgios Kefalas

Die Bürgerlichen stellten sich geschlossen hinter Liechti. Das habe den Ausschlag gegeben für seine Wahl, meinte Liechti: «Wir hatten eine gute Zusammenarbeit mit den anderen bürgerlichen Parteien. Die Mitte und die FDP haben hervorragende Arbeit geleistet.» Schoch hatte mehr Mühe, alle Linken hinter sich zu vereinen. Die EVP etwa – die mit den Grünen im Landrat in einer Fraktion politisiert – entschied sich zur Stimmfreigabe.

Duell zwischen Bürgerlich und Links

Matthias Liechti war vor dem Wahlkampf kaum politisch in Erscheinung getreten. Als langjähriger Gemeindepräsident von Rümlingen im Oberbaselbiet sammelte er zwar Erfahrung als Exekutivpolitiker, doch Rümlingen ist mit gerade mal 440 Einwohnerinnen und Einwohnern eher überschaubar. Als Landrat reichte Liechti nur einen Vorstoss ein.

Zwei Männer in Anzügen mit Mikrofonen in einer Studioumgebung.
Legende: SVP gewinnt gegen Grün: Der unterlegene Philipp Schoch (rechts) im TV-Interview mit seinem Kontrahenten Matthias Liechti von der SVP. Keystone/Georgios Kefalas

Schoch wiederum kann auf eine lange Karriere als Gemeinderat, Landrat, Landratspräsident und Parteipräsident zurückblicken. Er gilt als sehr gut vernetzt im Kanton. Als Pratteler vertrat er den Unterbaselbieter Teil des Kantons. Trotzdem reichte es nicht für die Wahl in die Baselbieter Regierung.

Regionaljournal Baselland/Basel-Stadt, 14. Juni 2026, 16:07 Uhr ; 

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