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Die Wahlallianz der CVP mit der GLP könnte ins Auge gehen
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 18.09.2019.
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Nationalratswahlen St.Gallen Links-Grün hofft auf Gewinn - SVP zittert

Der Wahlherbst könnte für die Grünen und die GLP Gewinne bringen. Die SVP muss um ihren fünften Sitz bangen. Unter Druck ist auch die CVP.

Die Grünen und die GLP gehörten 2015 zu den grossen Verlierern bei den St.Galler Nationalratswahlen. Damals wurden Yvonne Gilli (Grüne) und Margrit Kessler (GLP) abgewählt. Da nun Umweltthemen die politische Agenda bestimmen, geben sich dieses Parteien siegesgewiss. Sie wollen den verlorenen Nationalratssitz zurückerobern.

Legende:
Kanton St. Gallen: Parteistärke 1991 - 2015 Nationalratswahlen 1991 bis 2011: Wähleranteil in Prozent. Kanton St. Gallen

SVP muss sich wehren

Am andern Ende des politischen Spektrums stehen die Vorzeichen umgekehrt. Die erfolgsverwöhnte SVP wurde 2015 mit 35.8 Prozent Stimmenanteil stärkste St. Galler Partei. Sie hält fünf der zwölf St. Galler Nationalratssitze. Da ihre Kernthemen wie etwa Migration und EU derzeit nicht gefragt sind, hat es die SVP auch im Kanton St. Gallen schwer.

Kommt hinzu, dass das SVP-Zugpferd Toni Brunner als Nationalrat zurückgetreten ist. Das bedeutet unter dem Strich, dass der fünfte Nationalratssitz der SVP bedrohlich wackelt.

Stabile Verhältnisse bei FDP und SP

Auch bei der FDP kommt es mit dem Rücktritt des Polit-Urgesteins Walter Müller zu einer Rochade. Die FDP gibt sich aber siegesgewiss, Müllers Sitz auch mit einem neuen Kandidaten verteidigen zu können. Hier stehen zwei Frauen im Vordergrund: Die Ex-Sportlerin Karin Weigelt und die Kantonsrätin Susanne Vincenz-Stauffacher, welche sich als ehemalige Ständeratskandidatin diesen Frühling einen Namen gemacht hat.

Eher unbestritten sind die beiden Sitze der St. Galler SP. Die Sozialdemokraten dürften, wie die Grünen, von der aktuellen Umweltdebatte profitieren.

CVP mit GLP

Bei der CVP, die drei Sitze im Nationalrat hält, stellt sich die Frage, ob sie den Negativtrend der vergangenen Jahre bremsen kann. Die ehemals stärkste Partei im Kanton St. Gallen erreichte 2015 noch knapp 17 Prozent. Sie war damit aber immer noch zweitstärkste Kraft.

Dieses Jahr versucht sie es mit einer Listenverbindung mit den Grünliberalen. Allerdings könnte vor allem die GLP davon profitieren und – eventuell gar auf Kosten der CVP – ihren verlorenen Sitz zurückgewinnen.

(SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz; 17:30 Uhr)

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