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Wahlen Stadtpräsidium SVP-Frau und Grüne kämpfen um das Thuner Stadtpräsidium

Das Rennen um das Präsidium wird erst am 5. Juli entschieden. Die Kandidatin der SP hat sich zurückgezogen.

Da der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) im März in die Berner Kantonsregierung gewählt wurde, fand in Thun am Sonntag die Ersatzwahl für das Stadtpräsidium statt. Allerdings hat keine der drei Kandidatinnen das absolute Mehr erreicht. Deshalb gibt es am 5. Juli eine Stichwahl.

Drei Frauen hatten sich für das Amt beworben: Andrea de Meuron (Grüne), Eveline Salzmann (SVP) und Katharina Ali-Oesch (SP).

Alle bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsverbände haben mich unterstützt, das habe ich bereits während des Wahlkampfs gemerkt.
Autor: Eveline Salzmann Gemeinderätin Thun, SVP

Die Juristin Eveline Salzmann hat mit 7446 Stimmen das beste Resultat gemacht. «Alle bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsverbände haben mich unterstützt, das habe ich bereits während des Wahlkampfs gemerkt», sagt Salzmann am Wahltag. Ausserdem habe auch ihre Arbeit im Gemeinderat in den letzten drei Jahren zum guten Resultat beigetragen, ist sie überzeugt. Für das absolute Mehr fehlten ihr gut 700 Stimmen.

Ich bin auf dem dritten Platz und damit ist für mich das Rennen fertig.
Autor: Katharina Ali-Oesch Gemeinderätin Thun, SP

Andrea de Meuron (Grüne) brachte es auf 4507 Stimmen, Katharina Ali-Oesch auf 4359 Stimmen. Die drittplatzierte Ali-Oesch zieht sich aus dem Rennen zurück, wie sie am Wahlsonntag bekannt gab. «Ich bin auf dem dritten Platz und damit ist für mich das Rennen fertig», sagte Ali-Oesch gegenüber SRF.

Kandidatinnen Stadtpräsidium Thun

Andrea de Meuron sagte gegenüber SRF, Grüne und SP hätten bereits im Vorfeld abgemacht, dass sich diejenige Kandidatin mit weniger Stimmen zurückziehen werde. Deshalb werde sie in den zweiten Wahlgang gehen.

Unsere Strategie ist aufgegangen; wir wollten einen zweiten Wahlgang erreichen und das ist geschehen.
Autor: Andrea de Meuron Gemeinderätin Thun, Grüne

Auf die Frage, ob Links-Grün einander Stimmen weggenommen habe, sagt de Meuron, das sei so gewollt gewesen: «Unsere Strategie ist aufgegangen; wir wollten einen zweiten Wahlgang erreichen und das ist geschehen.»

Fluss mit Gebäuden am Ufer und einem Riesenrad im Hintergrund.
Legende: Die Stadt Thun erhält erstmals eine Stadtpräsidentin. KEYSTONE/Peter Schneider

Mit den verbleibenden zwei Frauenkandidaturen ist nach wie vor klar, dass Thun erstmals in seiner Geschichte eine Stadtpräsidentin erhält. Die Stichwahl findet in drei Wochen statt, am 5. Juli.

Ende November finden in Thun bereits wieder ordentliche Wahlen statt. Da hätte Katharina Ali-Oesch (SP) erneut eine Möglichkeit, Thuner Stadtpräsidentin zu werden. Sie sagt jedoch: «Für mich ist klar, wer im Sommer 2026 Stadtpräsidentin wird, bleibt es für die nächste Legislatur, das ist mein Verständnis von Demokratie.»

Zweiter Wahlgang auch für Gemeinderatssitz

Auch bei der Ergänzungswahl für das frei gewordene Mandat im Gemeinderat hat auf Anhieb niemand das absolute Mehr erreicht. Am besten schnitt Stadtrat Valentin Borter (SVP) mit 6374 Stimmen ab. Dahinter folgen Claudius Domeyer (SP) mit 5997 Stimmen und Simone Rosser (Grüne) mit 3245 Stimmen. Die Bewerberin der Grünen wird im Juli nicht mehr antreten. Somit kommt es zum Zweikampf zwischen den Kandidierenden von SVP und SP.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 14.6.2026, 12:03 Uhr ; 

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