70 Kandidierende buhlen um fünf Sitze

Im Kanton Graubünden sind 15 Listen für die Nationalratswahlen eingereicht worden, 70 Männer und Frauen bewerben sich um einen der fünf Sitze.

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Bildlegende: Wahlen 2015 in Graubünden: 70 Kandidierende - 5 Sitze Keystone

Parteienmässig auffallend bei den Wahlen 2015 ist, dass sich die Grünen nicht beteiligen. Sie haben sich schon sehr früh aus dem Wahlkampf verabschiedet. Der Grund: Keine Köpfe, keine Kapazitäten. Und ebenso auffallend ist, dass sich viele Jungparteien an den Wahlen beteiligen.

Köpfe und Namen

Heinz Brand, SVP, Silvia Semadeni, SP, Martin Candinas, CVP und Josias Gasser, GLP, treten wieder an. Sie stehen denn auch an erster Listenstelle. Die BDP will ihren Sitz mit Grossrat Duri Campell verteidigen.
Für die FDP wird die Wahl ein heisses Rennen: Sie will unbedingt den letztes Mal verlorenen Sitz zurückerobern. Das soll mit dem ehemaligen Davoser Landammann Hanspeter Michel gelingen. Bei der SVP kandidiert auch die im Kanton Zürich wohnende Chefin der Ems-Chemie, Magdalena Martullo-Blocher. Ihre Kandidatur wird weit über die Kantonsgrenze hinaus beobachtet und diskutiert.

Wer mit wem?

Heute Montag, 3. August, ist offizieller Anmeldeschluss für die Listen. Wer allerdings mit wem eine Listenverbindung eingehen wird, das müssen die Parteien erst am 10. August bekanntgeben. Gut möglich, dass sich eine Bürgerliche Listenverbindung – ohne SVP – ergibt. Das würde der FDP zu Gute kommen. Fraglich hingegen ist, ob es die GLP schafft, ihren Sitz zu verteidigen. Auch hier ist eine Listenverbindung mit der SP noch nicht definitiv.