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Wahlen15 Zürich Knapper Entscheid: Zürcher Grüne wollen Girod als Ständerat

Der Nationalrat und Umweltforscher konnte sich gegen Katharina Prelicz-Huber durchsetzen. Sie brachte sich anfangs Jahr selbst ins Rennen, nachdem der Parteivorstand sie nicht nominiert hatte. Und beinahe hätte sie das Rennen um die Nomination gemacht.

Bastein Girod mit Blumenstrauss in der Hand
Legende: Fast hätte ihn seine Kompetenz in Umweltfragen die Nomination gekostet: Bastien Girod nach der Abstimmung. Keystone

Die Zürcher Grünen haben an ihrer Generalversammlung den Nationalrat und Umweltforscher Bastien Girod als Ständeratskandidat nominiert. Allerdings konnte sich der 34-Jährige nur ganz knapp gegen seine Herausforderin Katharina Prelicz-Huber durchsetzen. Er schaffte drei Stimmen mehr.

Katharina Prelicz-Huber hatte sich Anfang Jahr selber als Ständeratskandidatin ins Spiel gebracht. Der Vorstand der Grünen setzte aber allein auf Girod und schlug ihn als einzigen Kandidaten vor. Erst an der Generalversammlung kam die Kandidatur von Prelicz-Huber erneut aufs Tapet.

Umweltthema als Weg zu Verlusten

Zwar waren sich alle einig, dass Girod «das beste Pferd im Stall ist». Dennoch sei er für die Wahlen im Oktober der Falsche, betonten die Unterstützer von Prelicz-Huber. Er stehe zu sehr für das Umweltthema. Und mit diesem Thema befinde man sich momentan auf der Verliererstrasse.

Gefragt sei nun jemand, der Wirtschaftskompetenz und ein hohe Glaubwürdigkeit in sozialen Fragen mitbringe. Ausserdem dürfe man das Frauenthema nicht der CVP und der EVP überlassen. Somit sei Prelicz-Huber die einzig richtige Kandidatin. Die ehemalige Nationalrätin und Präsidentin der Gewerkschaft VPOD unterlag Girod jedoch mit 84 zu 87 Stimmen in geheimer Abstimmung.

Girod 2011 mit bestem Resultat der Liste als Nationalrat gewählt

Girod betonte nach der Nomination, dass die Politik der Grünen auf den drei Säulen Umwelt, Soziales und Wirtschaft ruhe. Er werde sich mit aller Kraft für diese Themen in Bern einsetzen.

Girod arbeitet als Umweltnaturwissenschafter an der ETH Zürich. Er forscht zum Einfluss von (Umwelt-)Politik auf die Transformation der Wirtschaft.
In den Nationalrat gewählt wurde er 2007, die Wiederwahl schaffte er 2011 mit dem besten Resultat auf der Liste der Zürcher Grünen. Seit 2012 ist Girod Vizepräsident der Grünen Schweiz.

Bei den Zürcher Grünen stand Girod vor vier Jahren bereits einmal für eine Ständeratskandidatur zur Diskussion: Er unterlag aber an der Nominationsversammlung dem damaligen Zürcher Gemeinderat und heutigen Nationalrat Balthasar Glättli.

Nach den Rücktritten von Felix Gutzwiller (FDP) und Verena Diener (GLP) werden beide Zürcher Ständeratssitze frei. Die beiden Mandate sind stark umkämpft. Ebenfalls von ihren Parteien nominiert wurden Daniel Jositsch (SP), Ruedi Noser (FDP), Hans-Ueli Vogt (SVP), Martin Bäumle (GLP), Maja Ingold (EVP) und Barbara Schmid-Federer (CVP). Die Ständeratswahl findet am 18. Oktober statt.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Lena Meier, Aarau
    "Grüne" Politik, welche verleugnet, dass für die Umwelt nebst dem Konsumverhalten des einzelnen auch die ZAHL der Bewohner eines Landes relevant sind, haben mittelfristig jede Existenzberechtigung verloren, ganz egal wen sie in's Rennen schicken.
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  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    D. Schmidel, St. Gallen / " sprüht die grüne Energie und galoppiert davon.." - auf einem Bein ..??! ;-))
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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Ich glaube er erforscht das Perpetuum Mobile in der Energiegewinnung, die sogenannte Grüne Energie. Die Transformation findet dann in dem im Ausland hergestellten Produkt statt, ein dem es schon so mit (schmutziger)Energie vollgepumpt daherkommt, dass es bei uns nicht mehr viel Energie aufnehmen muss (Handy). Aber jetzt wird es zu kompliziert, tschüss.
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