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Wahlen15 Zürich Mit dem Grounding begann sein Aufstieg

Über 30 Jahre lang war Daniel Vischer in Zürich politisch aktiv. Zuerst als Kantonsrat für die ultralinke POCH, später als Nationalrat für die Grünen. Seiner Partei prophezeit der 65-Jährige trotz der jüngsten Querelen eine rosige Zukunft.

Legende: Audio Daniel Vischer: «Das Leben wird melancholischer» (17.5.2015) abspielen. Laufzeit 18:00 Minuten.
18 min

Die politische Karriere von Daniel Vischer begann in den wilden 1960er-Jahren. Als Zürcher Sekretär der Progressiven Organisationen der Schweiz (POCH) machte sich der junge Rechtsanwalt einen Namen.

Als sich die linke Splitterpartei auflöste, suchte Vischer eine neue politische Heimat. Er fand sie bei den Grünen, für die er zuerst im Zürcher Kantonsrat und seit 2003 im Nationalrat politisierte.

Daniel Vischer, anno 1989, damals noch als POCH-Sekretär.
Legende: Daniel Vischer, anno 1989, damals noch POCH-Sekretär. Keystone

Rücktritt, um Konflikte zu vermeiden

Seinen eigentlichen Aufstieg verdankte Vischer seinem Amt als Präsident der Gewerkschaft VPOD Luftverkehr. Als 2001 die Swissair gegroundet wurde, erlangte er nationale Bekanntheit. «Ohne das Grounding wäre für mich sicher Vieles anders verlaufen», sagt Daniel Vischer als Regionaljournal Wochengast im Rückblick.

Nun beendet der 65-Jährige seine politische Laufbahn. Um Streitigkeiten in seiner Grünen Partei zu verhindern, hat er entschieden, sich nicht erneut um einen Listenplatz für die Nationalratswahlen zu bewerben. «Ich wollte verhindern, dass die Grünen am Ende mit Bastien Girod, Balthasar Glättli und mir drei Männer nach Bern schicken», sagt er.

Dass bei den Grünen im Kanton Zürich generell schlechte Stimmung herrsche, verneint Vischer im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Das darf man nicht überbewerten», sagt er. Es habe eine Ausmarchung um die Ständeratskandidatur gegeben. Diese sei nun aber vorbei und man könne gestärkt in den Wahlkampf gehen.

Über sein Leben nach der Politik macht sich Daniel Vischer noch keine allzu grossen Gedanken. Er sagt nur: «Das Leben wird wohl melancholischer, aber das muss nicht per se etwas Schlechtes sein.»

(frid; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)

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