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Wahlen15 Zürich Zürcher Grüne: Daniel Vischer tritt als Nationalrat ab

Der Druck, einer Frau Platz machen zu müssen, wäre bei einer Wahl zu gross gewesen. So begründet der Zürcher Nationalrat Daniel Vischer seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bei den Wahlen im Oktober. Er habe einen «würdelosen» Kampf vermeiden wollen.

Der Zürcher Grüne Daniel Vischer während einer Rede im Nationalrat.
Legende: Er gehörte zu den politischen Schwergewichten der Grünen in Bern: Der Zürcher Nationalrat Daniel Vischer. Keystone

Der 65-jährige Daniel Vischer vertritt die Zürcher Grünen seit zwölf Jahren im Nationalrat. Nun hat er in einem Interview mit dem «Tages Anzeiger» angekündigt, bei den Wahlen im kommenden Herbst nicht mehr anzutreten. Grund für seinen Rückzug seien drohende interne Kämpfe. «Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass meine erneute Kandidatur zu einem internen Problem führen würde», sagte Vischer.

Gesundheit und Alter waren kein Grund

Ziel seines Verzichts sei, dass die Grünen des Kantons Zürich ihre drei Sitze verteidigen können. Wäre er zusammen mit den anderen Bisherigen, Bastien Girod und Balthasar Glättli, wiedergewählt worden, hätte er starken Druck befürchtet, seinen Platz möglichst schnell zugunsten einer Frau räumen zu müssen, sagte der Rechtsanwalt. Weder seine Gesundheit noch das erreichte Rentenalter hätten ihn zu diesem Entscheid bewogen.

Die Zürcher Grünen nominieren am heutigen Dienstagabend ihre National- und Ständeratskandidaten. Am Sonntag hatte der abgewählte Regierungsrat Martin Graf gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF angekündigt, er werde für den Nationalrat kandidieren, wenn auch nicht von einem Spitzenplatz. Für den Ständeratswahlkampf hat der Parteivorstand bereits im Februar Bastien Girod vorgeschlagen.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Schön zu wissen, dass in dieser Partei auch Kämpfe stattfinden, sogenante Hahnenkämpfe mit Alternativwaffen. Das macht einem diese Partei schon wieder sympatischer.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Immer wieder schön zu sehen, wie sich die Themen doch gleichen und wie man sich Gegenseitig genüsslich über den politischen Gegner auslassen kann. Wenn nun die Markwalder dem schönen Tag wegen auch noch Taten folgen lässt, dann ist das wirklich ein guter Tag und sonst halt einer mehr unter dem Motto, dass die Bürgerlichen keinen Stil haben - schöner Tag noch - -:).
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Nun, ich vermute dass Daniel Vischer gar keine Zeit mehr für den Nationalrat aufbringen kann. Schliesslich werden ihm doch dutzendweise abgewiesene Asylanten von seinen Gesinnungsgenossen in die Kanzlei geschickt, denen er dann auf Staatskosten ein Bleiberecht erstreiten kann.
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