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Wahlkampf BDP-Chef Landolt will «konstruktive Kräfte» stärken

Tritt Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf von der BDP nach den Wahlen im Herbst zurück? BDP-Präsident Martin Landolt hat vor wenigen Tagen ein solches Szenario in einem Zeitungsinterview erstmals nicht mehr ausgeschlossen. Nun relativiert Landolt diese Aussage in der «Samstagsrundschau».

Widmer-Schlumpf und Landolt
Legende: BDP-Präsident Landolt will mit Bundesrätin Widmer-Schlumpf «die konstruktiven Kräfte stärken». Keystone

Sollte bei den eidgenössischen Wahlen am 18. Oktober ein Rechtsrutsch stattfinden, dann sei es für Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf müssig, sich im Dezember zur Wiederwahl zur stellen.

Mit dieser Aussage hat Martin Landolt diese Woche in der «Basler Zeitung» überrascht.

Als Rücktrittsankündigung will dies der BDP-Präsident aber nicht verstanden haben. «Wie werden nach den Parlamentswahlen eine Standortbestimmung vornehmen und schauen wie die politische Landschaft aussieht. Letztlich liegt dann der Entscheid bei Bundesrätin Widmer Schlumpf selber.»

Er sei zuversichtlich, dass die heutigen Verhältnisse im Parlament bestätigt würden, so dass man in den wichtigen Dossiers weiterarbeiten könne und nicht auf die hervorragende Arbeit von Widmer-Schlumpf verzichten wolle.

Konstruktive Kräfte stärken

Es handle sich «überhaupt nicht» um ein Rückzugsgefecht, betont Landolt. Im Gegenteil: Die BDP wolle damit vielmehr klarmachen, dass man die konstruktiven Kräfte in der Regierung am 18. Oktober stärken müsse. «Darum ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es in verschiedener Hinsicht eine sehr wegweisende Wahl sein wird.»

Auf die Frage, wie sich die BDP denn verhalten werde, sollte sie am 18. Oktober in den Wahlen massiv verlieren, will sich Landolt nicht festlegen. Das alles sei Kaffeesatzleserei, erklärt der Glarner Nationalrat. Für ihn steht aber aus heutiger Sicht nur eines fest: «Aus unser Sicht wäre es schlecht und falsch wenn die konservativen Kräfte ein Mehrheit haben in der Regierung.»

Denn diese Kräfte könnten keinen Beitrag leisten, um dieses Land vorwärts zu bringen. Wie Landolt einen zweiten Bundesratssitz für die SVP verhindern möchte, das lässt er allerdings auch heute in der «Samstagsrundschau» offen.

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62 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    JB Chardin, Basel ;-)) die SVP, Stimmen der " Schwester- Partei ? " abgeben .., dann feiern wir Ostern und Weihnachten zusammen.
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  • Kommentar von Ursula Schüpbach, Biel/Bienne
    Es gibt eine deutsche Satire-Seite, die heisst "Der Postillon". Da hat man mal die Sache mit den Umfragen bei Wahlen etwas auf die Schippe genommen und Meinungsforschungsinstituten. Zwar ist es auf Deutschland zugeschnitten, aber manche Dinge sind so generell gehalten, dass ich trotzdem schmunzeln musste. Wer also so Wahlkämpfe nicht nur todernst nehmen mag, dem sei der Text empfohlen unter dem Titel "Mehrheit könnte sich vorstellen, Partei mit sich selbst an der Spitze zu wählen".
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach, Biel/Bienne
      Die verrückteste Wahlgeschichte, die mir bekannt ist, ist jene aus Reykjavik. Zu finden unter "Mehr Punk, weniger Hölle!", von Constantin Seibt beim Tagi. Ein Zitat daraus: "Als die Stimmen ausgezählt waren, sagte die Premierministerin von Island, das Ergebnis sei ein «Schock». Den Schock teilten an diesem Abend so gut wie alle. Die bisherigen Parteien, weil sie die Wahl verloren hatten. Und die neue Partei, weil sie die Wahl gewonnen hatte." Aber man lese selbst nach, warum das so war... :)
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  • Kommentar von Martin Grubermann, Winterthur
    Herr Landolt denkt immer noch, sie können selber entscheiden, wer im Bundesrat wird. Sie sind in die Geisel der SP. Die sagen, was die BDP zu tun hat und was nicht. Das weiss doch jedes Kind!
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