Zehn Kandidaten für zwei Sitze im Stöckli

Nach Ablauf der Anmeldefrist ist es nun definitiv: Um die zwei Aargauer Sitze im Ständerat bewerben sich total zehn Personen. Ein bisheriger Sitz dürfte unbestritten sein. Beim anderen Sitz wird es wohl zu einer Kampfwahl kommen. In letzter Minute sind noch zwei Exoten ins Kandidatenfeld gerutscht.

Die Aargauer Kandidaturen für den Ständerat

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Bildlegende: Wer zieht für den Aargau in den Ständerat ein? Zehn Kandidaturen sind offiziell eingegangen. Keystone

In letzter Minute haben sich noch zwei bereits bekannte Exoten für die Ständeratswahl angemeldet. Pius Lischer und Samuel Schmid. Lischer tritt für seine «Interessengemeinschaft Grundeinkommen» an. Dies ist auch seine einzige politische Idee: Abschaffung aller Sozialabgaben, Ersatz durch Lenkungsabgaben und damit eine staatliches Grundeinkommen finanzieren. Lischer trat bereits zwei Mal zur Ständeratswahl an, beides mal ohne jede Chance, was auch jetzt wieder so ist.

Gleich wenig Chancen hat Samuel Schmid, Präsident der Sozial-liberalen Bewegung SLB. Auch er war vor vier Jahren schon dabei und holte damals gerade 0,5 Prozent aller Stimmen.

Die Publizitäts-Suchenden

Neben den Exoten treten vier Kandidatinnen und Kandidaten an, die sich vom Ständerats-Wahlkampf vor allem Publizität für ihre Nationalratskandidatur versprechen.

Lilian Studer (EVP), Irene Kälin (Grüne), Beat Flach (GLP) und Bernhard Guhl (BDP) haben keine realistischen Chancen, könnten aber dazu beitragen, dass es einen zweiten Wahlgang braucht.

Die Schwergewichte mit Chancen

Der tatsächliche Kampf um die zwei Aargauer Sitze im Stöckli wird unter vier Kandidatinnen und Kandidaten ausgetragen. Der eine Sitz dürfte mit grosser Wahrscheinlichkeit schon im ersten Wahlgang an die Bisherige Pascale Bruderer von der SP gehen, sie sitzt schon seit vier Jahren im Ständerat und spricht eine breite Basis an.

Um den zweiten Sitz, den freiwerdenden FDP-Platz von Christine Egerszegi, kämpfen Philipp Müller, Präsident der Freisinnigen, Hansjörg Knecht von der SVP und Ruth Humbel von der CVP. Ob sich hier schon jemand im ersten Wahlgang durchzusetzen vermag, ist alles andere als sicher.