Rösti: «Das stimmt mich nachdenklich»

SVP-Ständeratskandidat Albert Rösti besuchte im Auswärtsspiel die Notunterkunft für Asylsuchende in Burgdorf. Der 48-Jährige setzt sich für eine konsequente Asylpolitik ein. Nach dem Besuch zeigte sich Rösti beeindruckt und sagte, wo er beim Asylwesen den Hebel ansetzen würde.

Der Politiker steht vor dem Eingang der Zivilschutzanlage. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Albert Rösti vor der Notunterkunft in Burgdorf. Christine Widmer/SRF

Die unterirdische Zivilschutzanlage in Burgdorf ist eine von 28 Kollektiv- und Notunterkünften im Kanton Bern. Mit 150 Asylsuchenden ist die Unterkunft voll belegt - wie alle Asylunterkünfte im Kanton. Fünf Gemeinden haben sich geweigert, ihre Zivilschutzanlagen in Notunterkünfte umzuwandeln. Pro Woche werden dem Kanton Bern 110 bis 140 Asylsuchende zugeteilt.

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Das Auswärtsspiel

Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen lädt das Regionaljournal die sieben Ständeratskandidatinnen und -kandidaten der relevanten Berner Parteien zu einem Auswärtsspiel ein. Analog zum Sport tauchen sie dabei in Welten ein, die ihnen fremd sind - haben also kein politisches Heimspiel.

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Albert Rösti, SVP-Ständeratskandidat, hat im Rahmen des Auswärtsspiels des «Regionaljournals Bern Freiburg Wallis» die Notunterkunft in Burgdorf besucht und sagte danach, ihm sei klar, dass für die Asylsuchenden Unterkünfte bereit gestellt werden müssten.

Missbrauch verhindern und vor Ort helfen

Für den 48-Jährigen stellt sich aber die Frage, «ob es immer 100 Asylsuchende sein müssen, die einer Gemeinde zugewiesen werden.» Gemäss Rösti wären die Gemeinden viel eher bereit Asylsuchende aufzunehmen, wenn es weniger Personen wären. Die Unterkünfte können aber laut dem Kanton Bern erst ab 100 Asylsuchenden wirtschaftlich betrieben werden.

Für Albert Rösti ist klar, dass der Hebel bei der nationalen Politik angesetzt werden muss: «Wir müssen vor Ort Hilfe leisten. In Zwischenlagern soll bereits kontrolliert werden, wer wirklich an Leib und Leben bedroht ist.» Das würde die Flüchtlingsströme in die Schweiz unterbinden und Missbrauch vorbeugen.

Umgänglich aber konsequent

Die Smartspider von Albert Rösti. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Smartspider von Albert Rösti. Smartvote

Der Wahlkampfleiter der SVP Schweiz sitzt seit 4 Jahren im Nationalrat, er ist in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie. Seit 2014 ist Albert Rösti zudem Gemeindepräsident von Uetendorf und er hat ein eigenes Büro für Unternehmensberatung.

Der 48-Jährige gilt als zuvorkommend und eher zurückhaltend, vertritt aber konsequent die SVP-Haltung. Von allen Herausforderern werden ihm die grössten Wahlchancen attestiert.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 / 17:30)