Knatsch um Roland Borer bei der Solothurner SVP

«24 Jahre in Bern sind genug», schreibt ein Komitee auf seinen am Donnerstag publizierten Inseraten und rät damit den Solothurner Wählern, den SVP-Nationalratskandidaten Roland Borer nicht zu wählen. Dies, obwohl 70 Prozent der Parteimitglieder für seine Kandidatur gestimmt hatten.

Dieses Vorgehen gegen Roland Borer überrascht nicht. Bereits an der offiziellen Nominationsveranstaltung der SVP des Kantons Solothurn im Frühling wehrte sich der ehemalige Parteipräsident Kurt Küng gegen eine Kandidatur von Roland Borer. Ohne Erfolg: 70 Prozent der Mitglieder hatten sich für eine Kandidatur ausgesprochen.

Küng twittert Inserate auch

Nun also ein neuer Schlag gegen den langjährigen Solothurner Nationalrat. Das Komitee wirbt gegen Borer und für den SVP-Polit-Nachwuchs. Was genau steckt hinter der Kampagne? Für SVP-Parteipräsident Silvio Jeker ist klar: Der Grund, dass man junge SVP-Politiker fördern will, sei ein Vorwand für die Kampagne.

Persönlich motivierte Hetzkampagne

Es wird gemunkelt, dass die beiden ehemaligen Parteipräsidenten Kurt Küng und Heinz Müller persönliche Motive haben. Steckt Eifersucht dahinter? Die beiden haben es nämlich nie in den Nationalrat geschafft.

Ein interner Zwist vor den Wahlen, Gift für jede Partei. Vor allem in einem Wahljahr, in welchem der Kanton Solothurn nur noch sechs anstatt sieben Nationalratssitze erhält. Parteipräsident Jeker befürchtet einen Imageschaden wegen der Kampagne. Deshalb habe er die Initianten auch versucht davon abzubringen, jedoch ohne Erfolg.