«Man kann auch als junge Person das Land verändern»

Die 18-jährigen Schülerinnen und Schüler der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZ) sind sich weitgehend einig: Politik ist wichtig, sie wollen wissen was läuft - und mitbestimmen. Bei den kommenden National- und Ständeratswahlen im Oktober gehen deshalb die meisten an die Urne.

Berufsschüler der Allgemeinen Berufsschule Zürich ABZ (ganz rechts Lehrerin Heidi Giger) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Den Berufsschülern aus Zürich ist nicht egal, wer im Oktober in den National- und Ständerat gewählt wird. SRF

Vielen Jungwählerinnen und Jungwählern sind Abstimmungen und Wahlen einerlei. Das zeigen die Statistiken. Entgegen diesem Trend interessieren sich die meisten Schülerinnen und Schüler der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZ) für Politik. Die 18-jährigen angehenden Drogistinnen und Drogisten haben eine klare Meinung:

«Politik ist ein spannendes Thema.» «Wenn man schon darf, sollte man wählen gehen.» «Mit den Wahlen kann man auch als junge Person das Land verändern», so und ähnlich antworten sie auf die Frage der Regionaljournal-Reporterin nach ihrem Wahlverhalten.

«  Wenn niemand wählen geht, machen die Politiker, was sie wollen. »

Berufsschüler

Trotz Internet: Die Meinungsbildung ist nicht einfach

Ihre Informationen holen sie sich im Internet, oder sie diskutieren zuhause am Familientisch. Trotzdem fällt es ihnen nicht leicht, sich eine Meinung zu bilden. Beim Ausfüllen des Smartvote-Fragebogens habe sie dreimal eine andere Auswertung erhalten, sagt eine Schülerin. Die Fragen seien oft schwer verständlich und könnten so oder so verstanden werden.

Mit aktuellen Themen im Unterricht versucht auch die Lehrerin Heidi Giger das Interesse der Lehrlinge zu wecken und ihr Urteilsvermögen zu schärfen. Aktuell setzt sich die Klasse mit der Flüchtlingskrise auseinander, mit viel Interesse und Engagement, versichert die Lehrerin.

Ganz alle sind dennoch nicht zu begeistern: Ein junger Mann gibt zu, dass er nicht wählen gehe: «Die aktuellen Kandidaten überzeugen mich nicht.»