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Wahlen 15 Mörgeli: «Damit habe ich nicht gerechnet»

Der abgewählte SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat laut eigener Aussage mit einem schlechten Wahlergebnis gerechnet. «Aber dass es nicht für Rang zwölf reicht, damit habe ich nicht gerechnet», sagte er bei «Tele Züri». Nun wolle er im Hintergrund wirken.

Legende: Video So geht es abgewählten Parlamentariern abspielen. Laufzeit 04:03 Minuten.
Aus 10vor10 vom 20.10.2015.

Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat sich in der Sendung «TalkTäglich» von «Tele Züri» zu seiner Abwahl aus dem Nationalrat geäussert.

Mörgeli zeigte sich betroffen, aber nicht gebrochen über seine Abwahl. Eine Rückkehr auf die politische Ebene in den nächsten Jahren schloss er in der Sendung nicht aus.

«Ich bin finanziell abgesichert»

«Hätte es mich nicht schmerzlich getroffen, so hätte ich das Amt nicht ernst genommen», sagte Mörgeli. Er habe auf der Rückkehr von Strandferien in Spanien beim Zwischenhalt in Barcelona die ersten schlechten Nachrichten gehört. Das habe dann einen beklemmenden Stadtrundgang gegeben, auch für die Kinder, sagte er.

«Ich habe gedacht, dass ich sicher ein schlechteres Resultat mache als vor vier Jahren. Denn ich hatte schlechte Schlagzeilen, aber dass es nicht für Rang zwölf reicht, damit habe ich nicht gerechnet», sagte Mörgeli.

Er sei finanziell abgesichert, sagte der SVP-Politiker weiter. Er habe nach seiner Entlassung aus der Universität Zürich bereits eine Firma gegründet und habe viele Aufträge. Auf die Frage, ob er sich von SVP-Ziehvater Christoph Blocher zahlen lasse, sagte Mörgeli lediglich, er sei heute niemandem mehr Rechenschaft schuldig, darüber Auskunft zu geben, von wem er Mandate habe.

Es sei nun aber der Auftrag des Volkes, dass er im Hintergrund wirke. Aber er werde nicht im Keller verschwinden, sondern durchaus weiter präsent sein und das politische Geschehen weiterhin mit grosser Aufmerksamkeit verfolgen. Es sei aber noch viel zu früh, um zu sagen, ob er in vier Jahren wieder antreten werde.

Uni-Affäre als Stolperstein?

Mörgeli zeigte sich überzeugt davon, dass ihm die Affäre um die Universität Zürich geschadet habe. Es habe die Leute genervt, dass sich alles immer um das Gleiche drehe und er immer wieder Rekurse gemacht habe.

«Vielleicht werde ich in der Uni-Angelegenheit vollständig reingewaschen», sagte Mörgeli. Auf jeden Fall wolle er, dass die Verantwortlichen dieser gewaltigen Intrige zur Rechenschaft gezogen würden. «Da weiche ich keinen Millimeter ab», sagte er.

Mörgeli, der als Zürcher SVP-Nationalrat der grossen Kammer seit 1999 angehört hatte, hat am Wochenende eine herbe Schlappe eingefahren. Er endete auf Platz 20 der SVP-Kandidaten, denen zwölf Sitze zustanden.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Am meisten Sorgen macht mir hier, dass ein Mann, der eigentlich immer recht hatte, mit dem was er sagte, von so vielen gehasst wird! Wie krank ist die Gesellschaft schon? Nur weil einem das Grinsen nicht passt, oder man ihn zu forsch findet! Aber dafür unzähligen Politikern, der eigenen Gilde, die wöchentlich lügen oder schon von Haus aus nichts drauf haben, hinterher zu hecheln, Hauptsache sie stehen niemandem auf den Schwanz. Da gibt es gerade auf der linken Seite ein paar unglaubliche Bsp.
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Frage: Wenn Christoph Mörgeli so toll ist wie Sie sagen, warum wurde er dann nicht wiedergewählt?
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    2. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      Roland Goetschi Grenchen er ist vielleicht vielen zu überlegen in der Sache,deshalb versucht man meistens solche Menschen auszuschalten, mit Skandalen um Medienwirksam zu beeinflussen.Dies ist nicht nur heute so,sondern gab es schon früher. Ch.Mörgeli war zu direkt aufgetreten und erst noch SVP,dies passt nicht ins Bild, der gebildeten Menschen "Konkurrenzängste", die vielleicht diese Abneigung auslösen könnten.Durch diese Medienwirksamkeit,hat es vielleicht viele Menschen genervt und umgestimmt
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Die Abwahl der SVP-Nr 3 zigt, dass die "Windfahnen" bei der SVP zu suchen sind, denn andere als SVP'ler haben Ch.Moergeli niemals ihre Stimme gegeben.
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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Nun seid mal nicht so traurig, der Posten des Hofdemagogen bleibt ja prominent besetzt.
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