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Wahlen15 Bern Frischer Wind für die Berner FDP

Die Nominierung von Claudine Esseiva zur Berner FDP-Ständeratskandidatin hat viele Beobachter überrascht. Die 35-jährige Generalsekretärin der FDP-Frauen Schweiz hatte bisher noch kein politisches Amt im Kanton Bern und ist eine Persönlichkeit, die gerne quer denkt und auch ab und zu provoziert.

Claudine Esseiva in einer Diskussion.
Legende: Claudine Esseiva mag die politische Auseinandersetzung. Keystone

Claudine Esseiva ist am Mittwochabend bei der Delegiertenversammlung in Thun gegen die FDP-Schwergewichte Adrian Haas und Peter Flück angetreten. Stimmen bekommen hat sie insbesondere von den Jungen und den Frauen. Claudine Esseiva habe einen überzeugenden Auftritt gehabt, sagt Thomas Berger, Präsident der Jungfreisinnigen Kanton Bern. «Sie hat sehr jung gewirkt, sehr frisch, ist mit neuen Themen gekommen.»

Esseiva sei ein lebendiges Beispiel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagt Marlen Bigler, die Präsidentin der FDP-Frauen Kanton Bern. «Sie lebt diese Vereinbarkeit, ist eben Mutter geworden und arbeitet 100 Prozent.»

Die Jungfreisinnigen und die FDP-Frauen hoffen, dass Esseiva frischen Wind in die Berner FDP bringe. «Wir möchten moderner und frecher werden», sagt Thomas Berger von den Jungfreisinnigen. Wichtig sei ihm auch, dass Liberalismus nicht auf Wirtschaftsliberalismus reduziert werde. «Es gibt viele andere gesellschaftliche Themen, bei denen der Staat die Bürger einschränkt.»

Claudine Esseiva ist als eine Politikerin bekannt, die sich ab und zu gegen die Parteimeinung stellt, die eine scharfe Zunge und spitze Feder hat. Unvergessen ist auch die Plakataktion, bei der sie sich mehr oder weniger oben ohne ablichten liess.

Die Nomination von Esseiva bringe «etwas Neues», sagt Parteipräsident Pierre-Yves Grivel. Sie müsse aber für den Ständeratswahlkampf durchaus auch die Linie der Berner FDP vertreten.

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