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Wahlen15 Glarus Ständeratswahl Glarus: Thomas Hefti siegt deutlich

Thomas Hefti ist neuer Glarner Ständerat. Der Landrat und Gemeindepräsident von Glarus Süd entschied die Ersatzwahl für den verstorbenen FDP-Ständerat Pankraz Freitag deutlich für sich. Die Freisinnigen verteidigen damit ihren Sitz in der kleinen Kammer. Die BDP mit Martin Landolt unterliegt.

Thomas Hefti
Legende: Thomas Hefti nach seiner Wahl zum Ständerat. Keystone

Die Glarner Stimmberechtigten waren zu einer Ersatzwahl in den Ständerat aufgerufen. Zwei bürgerliche Politiker traten an: Thomas Hefti (FDP) und Martin Landolt (BDP).

Hefti erhielt 5'571 Stimmen und lag damit über dem absoluten Mehr von 3'952. Sein Herausforderer Landolt kam mit 2'149 Stimmen überraschend auf nicht einmal die Hälfte der Stimmen. Die Stimmbeteiligung war mit 30,65 Prozent niedrig. Die Freisinnigen haben damit das Ziel erreicht, ihren Sitz in der kleinen Kammer mit dem 54-jährigen Juristen Hefti zu verteidigen.

Banker gegen Gemeindepräsident

Hefti präsidiert Glarus Süd, die flächenmässig grösste Schweizer Gemeinde. Er beteiligt sich am 9. Februar aber nicht mehr an den kommunalen Erneuerungswahlen und tritt vom Präsidentenamt zurück. Seit 2008 politisiert Hefti im Landrat, dem Glarner Kantonsparlament.

Gegen Hefti trat Martin Landolt an. Der 45 Jahre alte Banker, Nationalrat und Präsident der BDP Schweiz surfte bis zur heutigen Niederlage auf einer Erfolgswelle. Begonnen hat Landolts Aufstieg zu nationaler Bekanntheit Mitte 2008 als er der SVP den Rücken kehrte und mit sieben Glarner Kantonsparlamentariern die «Liberale Fraktion» gründete, aus der später die BDP hervorging.

Landolt bleibt Nationalrat

Durch seine Wahl in den Nationalrat verhalf Landolt der BDP im Bundeshaus im Februar 2009 zu Fraktionsstärke. Landolt ging mit einem Auffangnetz in die Ersatzwahl. Nach der Niederlage bleibt er Nationalrat.

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil FDP-Ständerat Pankraz Freitag Anfang Oktober überraschend gestorben war.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Die BDP ist keine bürgerliche Partei, sondern eine "Steigbügelhalter-Partei" der Linken. Somit kein Wunder, dass sie verloren haben bei den Wahlen. Herr Landolt ist sicher der bessere Präsident als es der Herr Grunder war (der hatte aus meiner Sicht falsch gespielt, um vorwärts zu kommen). Wenn Frau BR Widmer-Schlimpf mal zurück tritt, ist auch der Bonus der BDP vorbei und sie wird an Wähler verlieren.
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  • Kommentar von Fridolin Zweifel, 8855 Wangen SZ
    Wir gratulieren Dr. Thomas Hefti ganz herzlich. Das Glarner Stimmvolk hat richtig entschieden. Das ist ein erstes Signal - der BDP Präsident " Martin Landolt" setzt sich voll für weitere Masseneinwanderungen ein. Der erste Denkzettel hat er damit heute bekommen. Martin Landolt katapultiert damit die Schweiz zu einer 10-12 Millionengesellschaft - das wollen wir Eidgenossen nicht. Nein wir wollen die Einwanderung selber steuern ohne Vorgaben der EU. Genug ist Genug!
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