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Wahlkampf Die Sorgen sind die Gleichen geblieben

Wenn es um Sorgen geht, dann ist die Schweizer Wählerschaft sehr konservativ. An den obersten fünf Rängen hat sich nichts verändert. Die Probleme mit der Migration brennen den Wählenden am meisten unter den Nägeln.

Die Migration, die Probleme mit den Ausländern, ist ein Dauerbrenner in der Sorgenskala von gfs.bern. Der Abstand zur nächst tieferen Sorge ist dabei beträchtlich. 21 Prozentpunkte beträgt der Unterschied.

So folgt auf die Migration, die Sorge um die Umwelt, das Problem mit der sozialen Sicherheit, die Arbeitslosigkeit und als fünftgrösste Sorge figurieren die Probleme mit der EU sowie dem Euro.

Auch die Reihenfolge dieser Top-5-Probleme, welche die Wählenden in der Schweiz orten, ist seit 2011 die Gleiche geblieben, wie Martina Imfeld vom Forschungsinstitut gfs.bern. erklärt

Kernkompetenz der Parteien intakt

Nach diesen fünf Top-Themen folgen aber aktuell abhängige Probleme: Der Steuerstreit, das Bankgeheimnis oder Sorgen um die Krankenversicherung. Wenig Beachtung finden die Wirtschaftsentwicklung, das Bevölkerungswachstum und – erstaunlich – die Kriminalität. Dies obwohl die Befragung während der tragischen Tötungsdelikte von verurteilten Vergewaltigern stattfanden.

Berücksichtigt man die dringendsten Probleme nach den Parteien, dann zeigt sich auch da ein wenig überraschendes Bild. Bei den Grünen und der GLP löst die Sorge um die Umwelt diejenige um die Migration als höchste Sorge ab. Die anderen Parteien sehen immer die Migration an oberster Stelle der Sorgenskala. Der Unterschied zur nächsttieferen Sorge ist jedoch weniger gross, als es das Gesamtbild zeigt. Einzig die SVP schert hier aus. 49 Prozent der Wählenden erachten die Migration als oberstes Problem. Erst 43 Prozentpunkte tiefer sehen die SVP-Wähler das zweitwichtigste Problem – die Sorge um die AHV und die soziale Sicherheit.

Überparteiliche Lösung wird präferiert

Welche Partei kann die Problem am besten lösen? Die Befragten antworten wenig überraschend und ordnen die Probleme den Kernthemen der jeweiligen Parteien zu. So glauben knapp drei Fünftel der Wählenden, die SVP könne die Migration am besten in den Griff bekommen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der sozialen Sicherheit. Hier traut man es der SP mit 45 Prozent zu. Wenn es um die Ökologie geht, dann glauben 45 Prozent der Wähler, die Grüne könne hier gute Lösungsansätze liefern.

Interessant ist, dass im Bereich der EU/EU-Krise keiner Partei eine Themenkompetenz zugeschrieben wird. Am ehesten aber könnte – nach Ansicht der Wählenden – die SVP dieses Problem lösen, konstatiert der Wahlbarometer.

Aber eigentlich wünschen sich die Wähler ein Hand-in-Hand-Gehen der Parteien. Die überparteiliche Lösung geniesst mit 24 Prozent die höchste Themenkompetenz in den Top-5-Themen.

So fragt das gfs.bern

Die Eckwerte des Wahlbarometers.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Eigentlich wünschen sich die Wähler ein Hand-in-Hand-Gehen der Parteien, ja natürlich, die SVP und die Linken, Hand in Hand, welch schwachsinnige Träumerei. Gerry Müller, der grüne Stapi von Baden, in trauter Zweisamkeit mit Christoph, dem Lieben, fehlt eigentlich nur noch der Bruderkuss und der gemeinsame Saunaclubbesuch in Wettingen, mir kommen vor Lachen die Tränen. Trotzdem, das Problem wird sich lösen, früher oder später, spätestens dann, wenn die Schweizer in der Schweiz ausgestorben sind.
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  • Kommentar von M.Tisserand, Schweiz
    Die Politik, sprich Regierung hat für die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben zu sorgen - leider steuert sie uns ins Gegenteil!
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Das Politiker nicht das tun, was das Volk will, ist ja bereits bekannt. Das aber WIR den ganzen Schlamassel ausbaden dürfen, ist wohl noch nicht nach Bern gelangt. Abgeschottet von der Realität leben die Politiker ihr Feudal-Leben, können vergünstigt reisen, tanken, zum Arzt, in die Wellness, usw. Wir hingegen sind die Dummen. Zahlen mehr, verdienen weniger und müssen uns zum Dank mit unterbelichteten Gesellen und vermummten Frauen abfinden. Ich lade die Politiker gerne mal ins Ghetto Basel ein!
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