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Wahlkampf Zürcher Wahlsieger hat auch im Herbst gute Chancen

Mit Spannung schaut die Schweiz auf die Kantonsratswahlen in Zürich am 12. April: Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Zürcher Wahlen jeweils einen guten Hinweis darauf geben, wie die Parteien bei den Nationalratswahlen ein halbes Jahr später abschneiden werden.

Wahlplakate auf einem öffentlichen Platz in Zürich.
Legende: Der Wahlkampf in Zürich ist in vollem Gang. Keystone

Zwei Beispiele aus der Vergangenheit: 1999 gewann die SVP bei den Zürcher Wahlen im Frühling 7,6 Prozenpunkte hinzu; ein halbes Jahr später bei den Nationalratswahlen konnte sie um sagenhafte 7,7 Prozentpunkte zulegen.

Oder 2007: Die SP verliert im Kanton Zürich mehr als 6 Prozentpunkte, ein halbes Jahr muss sich auch bei den Nationalratswahlen aussergewöhnlich grosse Verluste von fast 4 Prozentpunkten hinnehmen.

«Verblüffend starke Parallelen»

Dies seien keine Einzelfälle, sagt der Politologe Thomas Milic. Er ist Abstimmungs und Wahlforscher an der Universität Zürich: «Wenn man den Trend zwischen den Zürcher Wahlen im Frühling und den nationalen Wahlen im Herbst vergleicht, gibt es verblüffend starke Parallelen.»

Das zeigt sich besonders bei den drei gesamtschweizerisch und im Kanton Zürich stärksten Parteien SVP, SP und FDP. In den letzten 60 Jahren galt bei diesen Parteien in etwa vier von fünf Fällen, dass sich der Zürcher Trend im Frühling bei den Nationalratswahlen im Herbst bestätigt.

Zürich stellt ein Sechstel aller Nationalräte

Für die Korrelation zwischen Zürcher und nationalen Wahlen gibt es verschiedene Gründe: Einer ist die zeitliche Nähe von rund sechs Monaten zum nationalen Wahlgang. Ein anderer Grund ist, dass die Parteienstärken im Kanton Zürich recht ähnlich sind wie im nationalen Durchschnitt.

Ausserdem spielt die Grösse des Kantons Zürich eine Rolle: Jeder sechste Wahlberechtigte in der Schweiz lebt dort. Politologe Milic: «Wenn Sie im Kanton Zürich Erfolg haben und Sie diese Form bis zu den Nationalratswahlen halten können, haben Sie einen Sechstel der Arbeit schon getan.» Umgekehrt heisst das aber auch: Ein grosser Verlust in Zürich im Frühling lässt sich bis zu den eidgenössischen Wahlen im Herbst kaum mehr wettmachen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von J.Baltensperger, Zürich
    Ich möchte hiermit alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auffordern, Mitteparteien zu wählen. Das ewige Hickhack links gegen rechts und die mangelnde Kompromissbereitschaft von SVP und GP/SP schaden unserem Land und führen zu festgefahrenen Grabenkriegen. Extreme Lösungen helfen niemandem und müssen danach unter grossem Aufwand wieder korrigiert werden. Deshalb bitte weniger Ideologie und mehr Vernunft - wählt politische Mitte!
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    1. Antwort von Hans-Ruedi Moser, Oberglatt
      Ja, Zum Beispiel EDU !
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    2. Antwort von F. Muster, Zürich
      @J.Baltensperger, Zürich: Das meinen Sie nicht wirklich ernst. Zum einen sind einige der Parteien in der Mitte vorallem Helfer der Linken. Dann haben Parteien wie die BDP kein wirkliches Partei-Programm. Die CVP ist wie eine Fahne im Wind; wobei sie meistens nach Links weht. Die GLP hat gerade eine grosse Abfuhr erlitten mit ihrer "Energie-Flop-Steuer". Für mich ist die Mitte nicht wählbar; wenn dann höchsten Teile der FDP Mitte-Rechts.
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    3. Antwort von U.Haller, Bern
      F.Muster,bin auch Ihrer Meinung,Wischiwaschi Parteien machen keinen Sinn.Wir brauchen Parteien mit Programm,wo man auch weiss wo es hingeht und was sie vertreten,sonst können wir das Regieren gleich der Politik überlassen.BDP wird sowieso wieder verschwinden.
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    4. Antwort von J.Baltensperger, Zürich
      Das meine ich sehr ernst - schauen Sie die Extrempositionen an. SVP: Land ausbeuten auf Kosten unserer schönen Natur, andersdenkende Menschen diskriminieren, Zerstörung des Mittelstandes zu Gunsten der Reichen und zu Lasten der Armen und Geld unnütz in Militär und in der Agrarindustrie verlochen. SP/GP: EU Beitritt, Geld rauswerfen ohne zu wissen, woher es kommen soll, Bekämpfung der Wirtschaft und neo-Sozialismus. Beides zukunfts- und schweizfeindliche und völlig unhaltbare Positionen.
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    5. Antwort von J.Baltensperger, Zürich
      @Moser: EDU? Die diskriminieren mit aller Kraft homosexuelle Personen - nein danke, völlig unwählbar. Eine Schande fürs 21. Jahrhundert! Lasst doch diese Leute leben - das sind genauso Menschen wie Sie und ich und sollen die gleichen Rechte und Pflichten haben.
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