- Der US-amerikanische Finanzinvestor Apollo bietet Easyjet zufolge 5.7 Milliarden Pfund (6.2 Milliarden Franken) für die Übernahme der britischen Billig-Airline.
- Apollo bietet damit rund eine halbe Milliarde Pfund mehr als Castlelake, das ebenfalls um Easyjet warb.
- Nach britischem Übernahmerecht muss Apollo nun bis zum 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen.
Apollo grätscht dem US-Finanzinvestor Castlelake bei der sicher geglaubten Übernahme des britischen Billigfliegers Easyjet dazwischen: Laut der Airline soll im Übernahmepoker um Easyjet nun Apollo mit einem höheren Gebot zum Zuge kommen. Die Offerte von Castlelake unterstützt Easyjet laut einer Mitteilung nicht mehr.
Wer bietet mehr?
Seit Mitte Mai hat sich der Kurs von Easyjet fast verdoppelt. Castlelake hatte zuletzt 6.90 Pfund je Papier geboten und das Easyjet-Management damit nach langem Ringen zunächst überzeugt. Das Apollo-Gebot hat Easyjet in London jedoch nach eigenen Angaben mehr überzeugt.
Die mögliche Übernahme von Easyjet zeigt, dass Apollo an die Zukunft der Airline glaubt – trotz steigender Kerosinpreise als Folge der Blockade der Strasse von Hormus.
Laut Angaben von Easyjet will Apollo an der bisherigen Strategie festhalten. Gleichzeitig wolle Apollo das Unternehmen weiterentwickeln, etwa durch eine grössere Flugzeugflotte oder den Ausbau des Reiseportals Easyjet Holidays, das Pauschalreisen anbietet.
Nach britischem Übernahmerecht muss Apollo nun bis zum 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen. Laut Easyjet besteht keine Garantie, dass es tatsächlich dazu kommt.