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Achtung: Spion im E-Mail-Anhang

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Mit Hightech gegen platte Velopneus

Laufzeit 5 Minuten 36 Sekunden. , Matthias Schmid

Es passiert meistens dann, wenn es gerade überhaupt nicht passt: Ein Platten am Velo. Um das Loch zu flicken kann man zum traditionellen Flickzeug mit Schmirgelpapier, Gummi-Flicken und Vulkanisierungslösung greifen. Es gehe jedoch auch einfacher, erklärt Velo-Experte Marius Graber im Konsummagazin «Espresso». Es gibt zum Beispiel seit einiger Zeit selbstklebende Flicken.

Marius Graber warnt jedoch: «Drückt man diese selbstklebenden Flicken nicht speziell gut an, können sie sich wieder lösen.» Nur vermeintlich leichter macht man sich das Leben mit Spraydosen, die sowohl Druckluft als auch Dichtungsmittel enthalten. Diese sollen den Schlauch gleichzeitig aufpumpen und das Loch abdichten. Dies braucht jedoch viel Übung und funktioniert laut dem Fachmann längst nicht immer.

Auch zur Prävention von platten Velopneus hat die Industrie in letzter Zeit einige Produkte lanciert. Es gibt zum Beispiel ein Dichtungsmittel, das man im Voraus in den Schlauch geben kann. Gibt es ein Loch, wandert die Flüssigkeit zur undichten Stelle und verschliesst diese. Zwischen Pneu und Schlauch kann man auch ein sogenanntes Pannenschutzband kleben. Dies soll Löcher im Schlauch verhindern.

Der Tipp des Profis: Schon beim Kauf der Pneus und Schläuche auf Qualität achten. Viele Produkte sind so widerstandsfähig, dass Löcher praktisch ausgeschlossen sind. Damit erübrigen sich präventive Massnahmen und Hightech-Flickzeug.

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Achtung: Spion im E-Mail-Anhang

Laufzeit 3 Minuten 48 Sekunden. , Maria Kressbach / Magnus Renggli

Es beginnt mit einer ominösen Bestellbestätigung per Mail und endet damit, dass die Gauner heikle Daten und persönliche Fotos vom PC klauen. «Espresso» liegen dutzende Fälle vor, in denen Betrüger mit einer neuen Masche ihr Glück versuchen.

«Sehr geehrte/r Kunde/Kundin, vielen Dank für Ihren Auftrag bei pralimio, nachfolgend finden Sie Ihre Vertragsbestätigung». Dieses Mail erreichte eine Betroffene vor einigen Tagen. Bestellt haben soll sie angeblich ein Apple-Produkt im Wert von 7085 Euro. Dieses sei bereits mit Mastercard bezahlt. Vertragsdetails und Widerruf-Hinweise seien im Anhang zu finden.

«Das ist schon recht hinterhältig»
Die Angeschriebene wusste aber nichts von einer solchen Bestellung. Bei einem solchen Betrag ist man natürlich versucht, den Anhang sofort zu öffnen, doch sie ist skeptisch. Zum Glück! Denn es handelt sich um ein Betrugsmail, welches in den letzten Tagen zu Hauf verschickt wurde. Oft wurden die Betroffenen persönlich angeschrieben. Absender sind diverse Firmen, meist aus Deutschland.

Die Apple-Kundin wider Willen meint: «Das ist schon recht hinterhältig. Wenn ich nicht ganz sicher wäre, dass wir nie übers Internet bestellen, hätte ich den Anhang vielleicht aufgemacht. Kein Ahnung, was dann passiert wäre.»

Erpressung mit intimen Fotos
Was passiert wäre, weiss Martin Boess, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention: «Wer den Anhang anklickt, der installiert auf seinem Computer einen Trojaner, der dann versucht, interessante Informationen über den Besitzer zu finden.» Dazu gehören zum Beispiel persönliche Daten, E-Mail-Adressen, Passwörter oder heikle Informationen zum Online-Banking.

Und damit ist nicht zu spassen. Boess weiss von Fällen, die mit intimen Bildern erpresst wurden. Die Betrüger luden Fotos, die nicht an die Öffentlichkeit gehören, vom PC und verlangten vom Besitzer dann Geld. Andernfalls würden die Fotos veröffentlicht.

Um sich vor solchen unangenehmen Situationen zu schützen, sollte man gemäss Martin Boess folgende Punkte beachten:

  • Attachments nur öffnen, wenn man den Absender kennt. Bei Mails von unbekannten Personen oder Firmen handelt es sich ziemlich sicher um einen Betrugsversuch.
  • Behalten Sie immer den Überblick, was Sie wo bestellt haben.
  • Eine mögliche Kontrolle: Wenn man mit der Maus über einen eingefügten Link fährt, wird sichtbar, welche Art Link geöffnet werden soll (unten auf der Seite oder in separatem Fenster). Stimmt dieser Link nicht haargenau überein, kann es sein, dass man auf eine falsche Seite verwiesen wird.
  • Grundsätzlich gilt: Jeder sollte auf seinem PC ein gutes Viren-Programm installiert haben. Dieses kann allenfalls vor dem Trojaner warnen und Sie vor schlimmerem bewahren.
  • Und: Überlegen Sie sich immer gut, wem Sie Ihre Daten weitergeben. Diese Informationen werden gesammelt und oft weiterverkauft.
  • Die Betrüger kaufen komplette Kontaktdaten. Seien Sie also auch skeptisch, wenn Sie persönlich angeschrieben werden.

Falls Sie schon auf das Attachment geklickt haben:

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